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Friedrich Loew wird heute 95 Jahre alt

Homburg. Professor Friedrich Loew baute aus kleinsten Anfängen heraus die neurochirurgische Universitätsklinik in Homburg zu einer national und international führenden Einrichtung aus. Seit 1960 wirkte der Jubilar in Homburg. red

Am heutigen Dienstag, 28. Juli, kann der gegenwärtig älteste emeritierte Professor der Universität des Saarlandes und langjährige Direktor der Neurochirurgischen Universitätsklinik, Dr. Friedrich Loew, seinen 95. Geburtstag feiern. In Remscheid als Enkel des Liberalen Friedrich Naumann und Sohn des protestantischen Theologen Wilhelm Loew geboren, studierte Friedrich Loew in Wien und Graz und habilitierte sich 1956 in Köln bei seinem akademischen Lehrer Professor Dr. Wilhelm Tönnis, dem Pionier der modernen deutschen Neurochirurgie . Seit 1960 wirkte der Jubilar in Homburg . Er baute aus kleinsten Anfängen die neurochirurgische Universitätsklinik zu einer national und international führenden Einrichtung aus, heißt es in einer Pressemitteilung der Saar-Uni. Mit seinem Namen ist auch die Entwicklung des heute üblichen neurochirurgischen Operationsmikroskops verbunden.

Trotz ehrenvoller Rufe an die Universitäten Köln, Hannover, Basel und Wien hielt Loew der Saar-Uni stets die Treue. 1967/68 stand er als Dekan an der Spitze der Medizinischen Fakultät und war während des Rektorates von Professor Werner Maihofer Prorektor der Universität. In verschiedenen Fachgesellschaften und Beiräten übernahm Professor Loew zahlreiche nationale und internationale Führungspositionen und prägte die führende europäische Fachzeitschrift "Acta Neurochirurgica". Seine vielfältigen Verdienste sind durch hohe Auszeichnungen gewürdigt worden. So ist er unter anderem Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie , Ehrenpräsident der "European Association of Neurosurgical Societies" und der "World Federation of Neurosurgical Societies" und Träger der Paracelsus-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Bundesärztekammer .

Unter dem Titel "Prof. Dr. Friedrich Loew - Vita eines deutschen Neurochirurgen" hat Constanze Hasselmann seine Laufbahn und sein Wirken in ihrer bereits im Jahr 2005 erschienenen Lübecker Dissertation dokumentiert, heißt es in der Mitteilung weiter.