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Frauenchor
Besinnliche Lieder zur Weihnachtszeit

Mit seinem Konzert „Waiting for Christmas“ präsentierte der Saarländische Frauenchor bekannte und weniger bekannte Weihnachts-Chorliteratur.
Mit seinem Konzert „Waiting for Christmas“ präsentierte der Saarländische Frauenchor bekannte und weniger bekannte Weihnachts-Chorliteratur. FOTO: Thorsten Wolf
Erbach. Der saarländische Frauenchor hatte in die Erbacher Kirche St. Andreas eingeladen. Von Thorsten Wolf

„Warten auf Weihnachten“ - einen treffenderen Titel hätte der saarländische Frauenchor mit seiner ersten Vorsitzenden Maria Elisabeth Breit an der Spitze für sein Konzert am ersten Advent in der Erbacher Kirche St. Andreas kaum wählen können. Denn genau das ist es, was die Tage vor dem 24. Dezember, dem Heiligen Abend, bestimmt. Und mit was könnte man sich diese Zeit des Wartens besser gestalten, als mit anspruchsvoller, weihnachtlicher und spiritueller Chorliteratur. Und so präsentierte das Ensemble unter der musikalischen Leitung von Marion Wildegger Bitz eine gelungene Mischung aus Bekanntem und weniger Bekanntem, von Klassikern wie „Leise rieselt der Schnee“ bis zur englischen Volksweise „Sussex Carol“ - dazwischen natürlich auch die Werke großer Komponisten wie Rutter, Mozart, Vivaldi und auch Brahms.

Bestimmt wurde das Programm dabei immer wieder auch von den Solistinnen des Frauenchors, dieser hat seinen Sitz in Homburg, in Person von Lisette Jung, Sandrine Velten Sylvia Jung und Marie Elisabeth Breit. Letztere gab zusammen mit Marion Wildegger Bitz vor Beginn des Konzerts einen kleinen Einblick in die Gestaltung eines solchen Abend. „Federführend bei der Auswahl der Stücke ist immer die Chorleiterin“, verwies Breit da auf die inhaltliche Konzeption des Abends durch Wildegger Bitz. Diese beschrieb das Programm als „schöne Mischung aus Sachen, die man nicht so häufig hört, mit Sachen, die einfach Weihnachten dazugehören. Und ein paar Leckerbissen.“ Für sie selbst sei dabei John Rutters „Deck the Hall“ der persönliche Höhepunkt. Dabei sorge, wie Breit ergänzte, Marion Wildegger Bitz auch dafür, dass der Saarländische Frauenchor nicht in Routinen verfalle.

Grundsätzlich müsse man, so Breit gefragt nach der Herausforderung, in diesen Tagen einen Chor mit Stimmen zu füllen, die Leute bei der Stange halten. „Wir haben als Projektchor in jedem Jahr eben ein Projekt. Dabei versuchen wir auch, gerade junge Leute mit einzubinden und ins Boot zu holen.“ Wildegger Bitz war sich in diesem Zusammenhang sicher, dass die Chorlandschaft nicht so bleiben werde, wie sich gegenwärtig darstelle. „Man muss einfach die Idee der Chorleitung und der Chorproben ein bisschen neun denken. Wir proben ja nur einmal im Monat, das kommt vielen sehr entgegen. Denn in jeder Woche eine Probe, das ist vielen einfach nicht mehr möglich.“



Bevor der saarländische Frauenchor nachdrücklich mit seinem Konzert bewies, was man mit diesem Probenrhythmus zu leisten in der Lage ist, gehörte die Aufmerksamkeit der Gäste im Kirchenschiff von St. Andreas Pfarre Pirmin Weber. Er führte mit wohl gewählten Worten in die Zeit des Advents ein. Weber vermittelte dabei vor allem Hoffnung in den Zeiten, in denen sich das Leben von seiner dunklen Seite zeige. „Und da beginnt der Advent. Der Advent ist eine Gegenbewegung, eine Protestbewegung gegen die Dunkelheit, gegen die Verzweiflung.“ So sei die Adventszeit eine Zeit des „Trotzdem“, den „Jetzt erst recht“. Vor diesem Hintergrund präsentiere der saarländische Frauenchor „Lieder voller Zuversicht, voller Hoffnung und der Treue, die unser Gott uns schenkt!“