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Forschungspreise
Jubiläum: 20 Jahre Forschungspreise

Die Verleihung der Forschungspreise der Freunde des Universitätsklinikums, hier mit Professor Schick, der lange Vorsitzender des Vereins war, ist immer mit einer kleinen Feier verbunden. Inzwischen hat Professor Ingo Steudel dieses Amt inne, Geschäftsführer ist Professor Werner Knopp.
Die Verleihung der Forschungspreise der Freunde des Universitätsklinikums, hier mit Professor Schick, der lange Vorsitzender des Vereins war, ist immer mit einer kleinen Feier verbunden. Inzwischen hat Professor Ingo Steudel dieses Amt inne, Geschäftsführer ist Professor Werner Knopp. FOTO: Thorsten wolf / Thorsten Wolf
Homburg. Diesmal wird Ministerpräsident Tobias Hans die Preise an vier Nachwuchswissenschaftler vergeben maa

Unter dem Motto „20 Jahre Forschungspreis 1998 bis 2018“ steht die Verleihung eben dieses Preises am Montag 12. November, 18 Uhr, in der Cafeteria der I-Med (Gebäude 41) im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Im Unterschied zu den bisherigen Verleihungen wird es diesmal eine größere Feier geben, zu der auch Ministerpräsident Tobias Hans kommen wird. Ebenso Landrat Theophil Gallo, Mitglieder des Vorstandes und des Führungsgremiums des Universitätsklinikums, sowie Professor Ingo Steudel als Vorsitzender des Vereins der Freunde des Universitätsklinikums.

Unter dem Dach dieses Vereins, der sich von Anbeginn die Förderung von Forschung und Wissenschaft zur Hauptaufgabe gemacht hat, werden die Preise vergeben.

Hierbei sei über 20 Jahre die stattliche Summe von 500 000 Euro eingeworben worden, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Damit zähle der Forschungspreis zu den am höchsten dotierten im Südwesten. Der derzeitige Geschäftsführer des Vereins ist Professor Werner Knopp. Ihm ist es wichtig, „dass unsere Nachwuchswissenschaftler wertgeschätzt werden, dazu gehört auch, dass man ihre Arbeit belohnt“. Er hat, zusammen mit dem Fachbeirat, „ein hochkompetentes Gremium“, bei der Auswahl der Preisträger mitgewirkt, und freut sich, „dass es diesmal sogar vier Preisträger sind“.



Das ist der Tatsache zu verdanken, dass es diesmal zusätzlich zum Dr-Theiss-Wissenschaftspreis auch den Professor Hans Köhler-Wissenschaftspreis gibt. Das Preisgeld von 5500 Euro, das der ehemalige Ärztliche Direktor Hans Köhler zur Verfügung stellt, war auf seine Bitte hin aus Spenden anlässlich seines Geburtstages zusammengekommen. Ihm liege die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern mehr am Herzen als persönliche Geschenke, hatte er betont.

Darüber kann sich nun ein Wissenschaftler freuen, der darüber forscht, wie unterschiedliche Sauerstoffkonzentrationen bei Beatmung auf die Lunge wirken. Den mit 7500 Euro Dr-Theiss-Wissenschaftspreis bekommt ebenfalls ein junger Mann –- doch diesmal aus dem Bereich der Alzheimerforschung. Er hat untersucht, wie Ablagerungen die Blutversorgung des Gehirns bei Alzheimer-Patienten beeinflussen. Und den dritten Preis, ebenfalls mit 7500 Euro dotiert, teilen sich zwei Nachwuchsforscherinnen, die sich mit dem „kreisrunden Haarausfall“ beschäftigen.

20 Jahre bedeuteten im Hinblick auf die medizinische Forschung eine sehr lange Zeit, innerhalb derer in der Behandlung vieler Erkrankungen wesentliche Fortschritte erzielt worden seien, heißt es weiter in der Mittelung des Vereins. Spannend seien deshalb die Berichte von einzelnen Preisträgern, was aus ihrer Forschung geworden ist.

Der Verein der Freunde des Uniklinikums wurde 1997 von Minister a.D. Diether Breitenbach gegründet und vergibt seit 1998 die Forschungspreise. Die Finanzierung der Preise setzt sich zum einen aus den Jahresbeiträgen der rund 200 Vereinsmitglieder sowie Spenden externer Sponsoren, darunter Dr. Theiss, zusammen. Ziel des Vereins ist es, medizinische Grundlagenforschung zu fördern. Das Preisgeld, das auch oft unter mehreren Nachwuchswissenschaftlern aufgeteilt wird, fließt immer zurück in die Forschung und kommt der jeweiligen Arbeitsgruppe zugute.

Da sich die ausgezeichneten Forschungsarbeiten seit Jahren immer öfter im mikrobiologischen Bereich bewegen, fällt es oft schwer, die Themen allgemeinverständlich darzustellen. Trotzdem gehört es zu den Aufghaben der Preisträgerinnen und Preisträger, den Inhalt ihrer Forschung in einem Kurzvortrag so zu formulieren, dass man zumindest versteht, um welchen Forschungsbereich es sich handelt.