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Polizei
Fehlalarm hielt Rettungskräfte in Erbach in Atem

Homburg/Erbach. Die Homburger Feuerwehr konnte sich in den vergangenen Wochen unter anderem wegen der lang anhaltenden Trockenheit wahrlich nicht über fehlende Einsätze beklagen. Gerade am vergangenen Dienstagabend war sie wieder stundenlang im Stadtgebiet beim Löschen (wir berichteten). Von Peter Neuheisel

Was die Wehrleute nun aber wirklich nicht gebrauchen können, sind dann auch noch Fehlalarme – vor allem böswillig herbeigeführte. Das Gleiche gilt natürlich für die anderen Rettungsdienste und die Polizei.

So wurde am Mittwochabend gegen 22 Uhr über Notruf mitgeteilt, dass es an der Kreuzung Dürerstraße/Berliner Straße in der Erbacher Ortsmitte zu einem Dachstuhlbrand in einem der dort befindlichen Anwesen gekommen sei. Aufgrund dieser Mitteilung wurde die Örtlichkeit von einer Vielzahl von Einsatzkräften der Feuerwehr Homburg, des Rettungsdienstes sowie der Polizei angefahren. Vor Ort musste allerdings festgestellt werden, dass es den gemeldeten Brand nicht gab. Auch im Umkreis der gemeldeten Örtlichkeit konnte kein Feuer festgestellt werden.

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass es zu einer böswilligen Alarmierung der Einsatzkräfte kam, wie es in der Pressemitteilung heißt. Von der Polizeiinspektion Homburg wurde ein Strafverfahren aufgrund des Missbrauchs von Notrufen eingeleitet. Wie die ersten Ermittlungen ergaben, wurde der Notruf offenbar aus dem direkten Umkreis der Kreuzung Dürerstraße/Berliner Straße abgesetzt.



Zeugen, die Angaben zu den Vorgängen in Erbach machen können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion in Homburg unter Telefon (0 68 41) 10 60 in Verbindung zu setzen.