| 20:06 Uhr

FDP-Saarpfalz kritisiert Abwassergebühren

Homburg. In diesen Tagen werden die Wasserrechnungen für das vergangene Jahr zugestellt. Statt Rückzahlungen bei der Gebührenabrechnung werden viele Bürger mit Nachforderungen rechnen müssen, denn die Kosten des Wasserverbrauchs stiegen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent, so die FDP-Saarpfalz

Homburg. In diesen Tagen werden die Wasserrechnungen für das vergangene Jahr zugestellt. Statt Rückzahlungen bei der Gebührenabrechnung werden viele Bürger mit Nachforderungen rechnen müssen, denn die Kosten des Wasserverbrauchs stiegen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent, so die FDP-Saarpfalz. "Diese übertriebene Erhöhung grenzt an Preistreiberei und ist nicht nachvollziehbar", betonte der Vorsitzende der FDP-Saarpfalz, Peter Müller.Die Liberalen weisen das Argument der Wasserwerke zurück, wonach eine Preiserhöhung unumgänglich sei, um das Wassernetz instand zuhalten. "Das Drehen an der Gebührenschraube ist für den EVS scheinbar zum Selbstzweck geworden. Wir haben bereits bundesweit mit die höchsten Entsorgungsgebühren und bereits jetzt ist es beschlossene Sache, dass die Abwassergebühren noch weiter steigen werden. Dies hat die Verbandsversammlung der angeschlossenen Bürgermeister Ende letzten Jahres beschlossen, ohne über Alternativen diskutiert zu haben. Die Leidtragenden sind nicht nur die privaten Gebührenzahler, sondern auch viele Gewerbetreibende und Unternehmen. Die Gebührenstruktur im Saarland ist ein echter Standortmakel", so Müller. Die Stadt Homburg als einflussreiches Verbandsmitglied im EVS könne mehr für eine gerechtere Gebührenstruktur tun, als dies in der Vergangenheit geschehen sei. Das Beispiel St. Wendel zeige, dass es durchaus auch andere Wege in der Entsorgung gebe. "Dieses Engagement vermisse ich in Homburg", so Müller.

Vor dem Hintergrund der Konjunkturpakte macht die FDP auch auf eine Schieflage aufmerksam: "Auf der einen Seite gibt man Milliarden für marode Banken aus, und dann soll kein Geld für die Sanierung unserer Versorgungsleitungen vorhanden sein. Das passt nicht zusammen", erklärt Peter Müller.

Nach Auffassung der FDP seien niedrige Gebühren und Steuern noch immer das beste Konjunkturprogramm. red