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Engel will mehr Verkehrssicherheit

Bruchhof. Das Thema Verkehrssicherheit auf der Kaiserslauterer Straße in Bruchhof wird seit Jahren diskutiert. Neue Nahrung erhielt die Diskussion durch den Unfalltod eines Motorradfahrers Anfang September an der Kreuzung Kaiserslauterer-/ Johannesstraße. Ortsvertrauensmann Hans Engel: "Aus der Bevölkerung kommen oft Beschwerden über mangelnde Verkehrssicherheit in diesem Bereich Von Merkur-Mitarbeiter Ralph Schäfer

Bruchhof. Das Thema Verkehrssicherheit auf der Kaiserslauterer Straße in Bruchhof wird seit Jahren diskutiert. Neue Nahrung erhielt die Diskussion durch den Unfalltod eines Motorradfahrers Anfang September an der Kreuzung Kaiserslauterer-/ Johannesstraße. Ortsvertrauensmann Hans Engel: "Aus der Bevölkerung kommen oft Beschwerden über mangelnde Verkehrssicherheit in diesem Bereich. Der Durchgangsverkehr ins Industriegebiet Ost belastet von 4.30 Uhr bis gegen 22 Uhr die Kaiserslauterer Straße als Durchgangsstraße durch Bruchhof". 1000 Schwerlaster und rund 18000 Pkw fahren dort, so der Ortsvertrauensmann, täglich rein und raus. In einem Schreiben hat sich Engel nach besagtem Unfall an Stadt und Kreis - die Kaiserslauterer Straße ist eine Landesstraße - gewandt. Er fordert unter anderem eine 30-Kilometer-Zone vom Schelmenkopf bis zur Einmündung Johannesstraße und eine Beschilderung am Anfang und Ende der Kaiserslauterer Straße, die zu langsamer Fahrweise auffordern solle. "Jeder Tote ist natürlich zu viel. Die Leute wollen Sicherheit dort", meinte Engel im Gespräch mit unserer Zeitung."Wir werden dort keine 30-Kilometer-Zone einrichten", kündigte Kreis-Pressesprecher Udo Steigner gestern auf Anfrage an. Ein solcher Unfall sei tragisch, war aber ein Vorfahrts-Delikt, und man könne nicht an jeder Unfall-Stelle eine 30-km/h-Zone einrichten. "Rücksprache mit der Polizei hat ergeben, dass es sich hier um eine ganz normale Durchgangsstraße handelt, und nicht um einen Unfallschwerpunkt."Der Homburger Beigeordnete Rüdiger Schneidewind sieht das ähnlich, wies darauf hin, dass es sich bei der Kaiserslauterer Straße um ein Landessstraße handelt: "Wir haben mit der Polizei gesprochen. Unfall-Ursache am 2. September war wohl eine Missachtung der Vorfahrt." So tragisch ein solcher Unfall auch sei, man könne nicht bei jedem Vorfahrts-Fehler tätig werden. "Man müsste aber mal mit der Polizei und allen Beteiligten vor Ort sprechen, was man tun könnte", sagte Schneidewind. "Das große Problem ist, dass auf unseren Straßen einfach zu schnell gefahren wird." Die Stadt habe reagiert und die Geschwindigkeits-Kontrollen seit 1. Juni deutlich verstärkt. "Seit diesem Tag knipst der Kreis zwei Mal pro Woche für uns". Meinung

Appell an die Vernunft



Von Merkur-MitarbeiterRalph Schäfer Die Polizei sieht in der Kaiserslauterer Straße, die durch Bruchhof führt, keinen Unfall-Schwerpunkt. Das sieht man als betroffener Bürger vor Ort allerdings schnell anders, wenn man Tag für Tag miterlebt, welche Blech-Massen sich durch Bruchhof wälzen und vor allem, wie dort gefahren wird. Nicht umsonst ist überhöhte Geschwindigkeit eine der Haupt-Unfallursachen auf unseren Straßen. Was bleibt, ist mal wieder nur der Appell an die Vernunft der Autofahrer: Fuß vom Gas sorgt für weniger Unfälle nicht nur, aber auch in diesem Bereich. Ob's was hilft? HintergrundOrtsvertrauensmann Hans Engel fordert für mehr Sicherheit in der Kaiserslauterer Straße eine 30-km/h-Zone, von der Bergkuppe kommend, vom Schelmenkopf bis zur Einfahrt Johannesstraße. rs