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Einöder wollen Bahnstrecke zurück

Einöd. Der Einöder Ortsrat möchte die Bahnlinie Homburg-Zweibrücken reaktivieren. Die Erreichbarkeit der touristischen Ziele im Kreis – auch aus größeren Entfernungen – würde so verbessert werden. Bernhard Reichhart

Der Einöder Ortsrat setzt sich für eine Reaktivierung der Bahnlinie Homburg-Zweibrücken ein. Wie SPD-Fraktionssprecher Ulrich Fremgen in der jüngsten Sitzung (wir berichteten) mitteilte, habe man bereits 2009 eine entsprechende Resolution eingebracht.

Diese damals einstimmig beschlossene Resolution wolle man nun erneuern und bekräftigen. Dass der Forderung, einen Bahnhaltepunkt in Einöd einzurichten, am 12. Dezember 2009 nach 16 Jahren endlich Rechnung getragen wurde, zeige, wie wichtig dieser Schritt für den Gemeindebezirk war, so Fremgen. Die Reaktivierung dieser Bahnlinie mit den Haltepunkten in Einöd und Schwarzenacker stelle "eine wesentliche Verbesserung für die Infrastruktur der Saarpfalz-Region" dar. Die S-Verbindung mit den beiden Haltestellen würde die Erreichbarkeit der touristischen Ziele im Kreis auch aus größeren Entfernungen verbessern, betonte Fremgen mit Blick auf Römermuseum, Biosphärenreservat Bliesgau, Klosterruine Wörschweiler, Jakobsweg, Kirkeler Wald und Lambsbachtal oder die Wanderwege in der Kernzone Pfänderbachtal. Ebenso halte man es für selbstverständlich, Zweibrücken eine bessere Schienenanbindung an den Homburger Hauptbahnhof zu ermöglichen.

"Ich bin es leid, dass wir in Einöd als Grenzort unter dieser Grenzsituation zu leiden haben", stellte Ortsvorsteher Karl Schuberth fest. Man sei für die Bahnlinie und "wenn sie kommt, muss die Bahn in Einöd und Schwarzenacker halten". Man solle diese Chance ergreifen, forderte er von der Stadt Homburg mehr Engagement in dieser Angelegenheit. Der Haltepunkt in Schwarzenacker sei vor allem für das Römermuseum "lebenswichtig", meinte auch Otto Schöbel (FWG).