Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 19:08 Uhr

Ein offenes Ohr für die Menschen

Das Team der Caritas-Erziehungs, Ehe- und Lebensberatung: Petra Ammon, Elke Schratz, Petra Leonhardt und Elisabeth Ehrhardt (v.l.) sowie Einrichtungsleiter Andreas Heinz. Foto: Dieter Schmitt
Das Team der Caritas-Erziehungs, Ehe- und Lebensberatung: Petra Ammon, Elke Schratz, Petra Leonhardt und Elisabeth Ehrhardt (v.l.) sowie Einrichtungsleiter Andreas Heinz. Foto: Dieter Schmitt FOTO: Dieter Schmitt
Homburg. Die soziale Arbeit im Caritas-Zentrum Saarpfalz steckt im Wandel. Das geht unter anderem mit aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen einher. Aber auch die Flüchtlings-Problematik sorgt für eine Vielzahl von veränderten Anforderungen, heißt es im Jahresbericht. bea

Die gestiegenen Flüchtlingszahlen spiegeln sich im Jahresbericht des Caritas-Zentrums Saarpfalz wider - vom Kinderhaus St. Ingbert und der Hausaufgabenhilfe bis hin zu speziellen Angeboten wie etwa den Frauentreff. Der verstärkte Auftrag zur Integration durchdringt inzwischen alle Bereiche der Caritas und fordert einen Spagat. Die Erziehungs-, Ehe- und Lebensberatung steht hierfür beispielhaft.

"Wir sind für jeden da, der Orientierung, Hilfe oder vielleicht auch nur jemanden zum Aussprechen braucht", erklärt Petra Leonhardt, Diplom-Sozialpädagogin. "Das können bereits ganz einfache Fragen sein, die einen beschäftigen, und man schlicht nicht weiter weiß." Ob das schreiende Kind, Unstimmigkeiten in der Partnerschaft oder Schwierigkeiten in der Pubertät - die vier Mitarbeiterinnen in der Caritas-Erziehungs-, Ehe- und Lebensberatung hören zu und entwickeln im Gespräch Lösungsansätze. Dies alles im geschützten Rahmen. Nichts, was in den Räumen in der Kohlenstraße 68 besprochen wird, dringt nach draußen. Die Beratung ist kostenlos.

Bereits seit einigen Jahren kommen mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln in die Kohlenstraße 68. Waren es 2013 noch 12 Prozent, so stieg deren Anteil an den Erziehungs, Ehe- und Lebensberatungen 2015 auf gut 20 Prozent. Das entspricht jeder fünften Beratung. Die vier Mitarbeiterinnen sind allesamt Diplom-Psychologinnen oder Diplom-Sozialpädagoginnen, also bestens ausgebildet. Dennoch ist es Caritas-Chef Andreas Heinz wichtig, ihre interkulturelle Kompetenz durch stete Fortbildungen weiter zu stärken.

Immer mehr ausländische Kinder nehmen die Hausaufgabenhilfe des Caritas-Zentrums in Anspruch. Die Nachfrage übersteigt seit dem Herbst das Angebot von derzeit 40 Plätzen. Die Schülerinnen und Schüler haben vor allem in den Fächern Mathematik und Deutsch Probleme und brauchen Unterstützung.

"Seit dem dritten Quartal hat sich die Betreuungszahl stetig erhöht, und wir müssen für die Zukunft eine Warteliste erstellen. In der Schwangerschaftsberatung zeigt sich die Entwicklung mit am deutlichsten. Zwischenzeitlich liegt hier der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund bei über 60 Prozent. Die Anfragen an die Schwangerschaftsberatung sind insgesamt so gestiegen, dass auch auf Landesebene in der personellen Ausstattung der Stellen zu diskutieren sein wird. Noch nie strömten so viele Kinder in das Caritas-Kinderhaus in St. Ingbert wie im vergangenen Jahr. 2015 waren es 5358 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren - das sind 1125 Kontakte mehr als im Jahr zuvor. Durchschnittlich kamen täglich 30 Kinder; im Jahr zuvor waren es noch 24 gewesen.

"Fast alle betreuten Kinder kamen aus Familien mit Migrationshintergrund und inzwischen vermehrt aus Flüchtlingsfamilien", berichtet Heinz. "Im Jahr 2015 arbeitete eine junge Frau in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr mit." Auch für dieses Jahr sucht die Caritas wieder eine FSJlerin oder einen FSJler. "Bewerbungen von Männern sind herzlich willkommen. Wir brauchen mehr männliche Bezugspersonen. Dies hat man uns gerade durch eine Umfrage im Kinderhaus bestätigt."

Kontakt: Caritas-Zentrum Saarpfalz, Schanzstraße 4, in 66424 Homburg , Telefon (0 68 41) 93 48 50; E-Mail:

caritas-zentrum.saarpfalz@

caritas-speyer.de.