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Ein Mehrgenerationenhaus wäre denkbar

Die katholische Kirchengemeinde hat das Pfarrheim in Kirkel-Neuhäusel zum Verkauf ausgeschrieben. Foto: Bernhard Reichhart
Die katholische Kirchengemeinde hat das Pfarrheim in Kirkel-Neuhäusel zum Verkauf ausgeschrieben. Foto: Bernhard Reichhart
Kirkel-Neuhäusel. Das katholische Pfarrheim in Kirkel-Neuhäusel steht zum Verkauf. Im Rahmen eines Besichtigungstermins vor der eigentlichen Ortsratssitzung machte sich die Mitglieder des Ortsrates Kirkel-Neuhäusel ein Bild vom Zustand des seit einigen Jahren leer stehenden Gebäudes

Kirkel-Neuhäusel. Das katholische Pfarrheim in Kirkel-Neuhäusel steht zum Verkauf. Im Rahmen eines Besichtigungstermins vor der eigentlichen Ortsratssitzung machte sich die Mitglieder des Ortsrates Kirkel-Neuhäusel ein Bild vom Zustand des seit einigen Jahren leer stehenden Gebäudes."Wir wollen uns die Örtlichkeiten zwecks einer künftigen Nutzung einmal genauer anschauen", betonte Ortsvorsteher Patrick Ulrich (SPD). So gebe es Überlegungen, aus dem vorhandenen Gebäude ein Mehrgenerationenhaus zu machen, in dem junge und ältere Menschen gemeinsam Platz finden. Hintergrund ist, dass die katholische Kirchengemeinde das Pfarrheim zum Verkauf ausgeschrieben hat. Bisher habe sich aber noch kein Interessent gefunden, welcher das Pfarrheim übernehmen wolle, so Ulrich. Laut einem von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Gutachten liege der Verkaufspreis derzeit bei annähernd 170 000 Euro, teilte der Ortsvorsteher mit, was von Bürgermeister Frank John bestätigt wurde.

Sollte die Gemeinde das Gebäude übernehmen, kämen jedoch weitere Kosten für notwendige Umbaumaßnahmen hinzu. Bei der Besichtigung der einzelnen Räume kamen bei einigen Ortsratsmitgliedern wehmütige Erinnerungen auf. So wurde das Gebäude früher als Schule genutzt, hier fanden Verwaltungsrats- und Pfarrgemeinderatssitzungen sowie Feste und Feiern statt. Darüber hinaus wurden Räume im Keller von der Katholischen Jugend genutzt. Eine Entscheidung über die künftige Nutzung des Pfarrheims traf der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung nicht. Eine Tendenz hin zu einem Mehrgenerationenhaus war jedoch zu erkennen.

Nach der Besichtigung wurde die Ortsratssitzung im alten Rathaus fortgesetzt. Dabei sprachen sich die Ortsratsmitglieder einstimmig dafür aus, die Durchführung der traditionellen Kirmes am zweiten Wochenende im September zu unterstützen. Interessierte Schausteller sollen angeschrieben werden. Abgerundet wird die Kirmes mit dem Auftritt der Straußjugend und einer Wanderung. Keine Einigung konnte der Ortsrat bei der Änderung des Bebauungsplanes "zwischen Goethe-, Friedhof- und Triftstraße" erzielen. So plant ein Privatmann den Bau eines Einfamilienhauses gegenüber dem katholischen Kindergarten. Laut Vorlage liegt die Zustimmung der katholischen Kirchengemeinde vor. Mit Blick auf die ungeklärte Parksituation in der Nähe des Kindergartens sowie fehlender Erklärungen des Antragstellers sprach sich der Ortsrat nach längerer Diskussion für die Absetzung des Tagesordnungspunktes aus. re



Der Verkaufspreis liegt derzeit bei etwa

170 000 Euro.

Patrick Ulrich