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Finanzspritze für Vereine
Ein Kunstrasenplatz fürs Jugenddorf

 Das Christliche Jugenddorf in Schwarzenbach (CJD) soll einen Kunstrasenplatz bekommen. Die Stadt soll hier einen Zuschuss gewähren. Beraten wird darüber in einer Ausschusssitzung, in der es um weitere Geldbeträge für Vereine geht.
Das Christliche Jugenddorf in Schwarzenbach (CJD) soll einen Kunstrasenplatz bekommen. Die Stadt soll hier einen Zuschuss gewähren. Beraten wird darüber in einer Ausschusssitzung, in der es um weitere Geldbeträge für Vereine geht. FOTO: picture-alliance/ dpa / Fredrik von Erichsen
Homburg. Im Jugenddorf in Schwarzenbach sollen die Bedingungen für Sportprojekte verbessert werden durch den Bau eines Kunstrasenplatzes. Der soll rund 76 000 Euro kosten. Um einen Zuschuss der Stadt geht es in einer Ausschusssitzung. Von Ulrike Stumm

Sie haben einiges abzuarbeiten, die Mitglieder des Ausschusses für Kultur-, Jugend, Sport und Soziales. Und es geht in zahlreichen Einzelhappen um recht viel Geld. In ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag, 30. November, im kleinen Sitzungssaal des Homburger Rathauses, Am Forum, stehen nämlich die üblichen Finanzspritzen an diverse Vereine und Einrichtungen auf der Tagesordnung. Das reicht von Zuschüssen, die an Sport treibende oder kulturelle Vereine überwiesen werden, bis zum Anteil an den Kosten für in Eigenregie betriebene Sporthallen und angemietete Sportstätten.

Überwiegend stehen hier zwei- bis dreistellige, gelegentlich vierstellige Beträge auf den Listen. Insgesamt kommt aber ein ordentlicher Batzen zusammen. Allein für den aktiven Schüler-und Jugendsportbetrieb in Vereinen werden beispielsweise gut 6000 Euro ausgegeben, an kulturelle Vereine, konkret an Musikvereine und Chöre, werden über 10 000 Euro verteilt. Berechnungsgrundlage sind etwa die Zahl der aktiven Mitglieder und die Anzahl der Veranstaltungen. An andere kulturelle Vereine werden durch pauschalierte Zuschüsse nochmals 3140 Euro ausgeschüttet.

Neben diesen in jedem einzelnen Fall eher niedrigeren Beträgen wird aber auch über Unterstützung für größere Investitionen gesprochen. Empfehlungen gibt hier der Stadtverband für Sport, der die Anträge prüft. Hier steht zum Beispiel die Anschubfinanzierung für die Erweiterung des Vereinsheims des FSV Jägersburg in Höhe von 20 000 Euro auf dem Plan oder auch die Sanierung des Rasenspielfelds beim SV Schwarzenbach mit 20 000 Euro.



In einem eigenen Tagesordnungspunkt wird über einen Zuschuss in Höhe von 15 000 Euro ans christliche Jugenddorf in Schwarzenbach beschlossen, das einen Kunstrasenplatz bauen möchte. Dieser soll insgesamt rund 75 800 Euro kosten. Auf dem Finanzierungsplan stehen neben der Stadt Homburg, die Sportplanungskommission Saarland, die Fördermittel in Höhe von 10 000 bis 12 000 Euro zugesagt habe. Weiter rechnet man mit 26 000 Euro, die man durch Spenden von Firmen und Kooperationspartner sowie durch diverse Aktionen –  wie zum Beispiel ein Benefiz-Golfturnier – akquirieren möchte. Das CJD Homburg will rund 25 000 Euro beisteuern. Darin enthalten sind auch Eigenarbeiten der Ausbildungsbereiche bei der Gestaltung der Außenanlage.

Von dem Kunstrasenplatz erhofft man sich mehrere positive Effekte.  Zum einen geht es um eine Verbesserung der Infrastruktur. Das CJD sei seit vielen Jahren im Bereich der Sport- und Gesundheitspädagogik sehr engagiert, beteilige sich an vielen Veranstaltungen und Angeboten im Saarland und bundesweit, etwa dem Inklusionsfest. Bei den südwestdeutschen Fußballmeisterschaften der Berufsbildungswerke und beim Fohlenhoflauf ist das CJD Veranstalter.

Nun komme ein weiterer Bereich hinzu: die Integration durch Sport, die eine immer größere Bedeutung gewinne, hieß es dazu weiter in den Unterlagen. Zurzeit lebten etwa 350 junge Menschen im CJD Homburg, darunter 40 mit Migrationshintergrund. Gemeinsame sportliche Aktivitäten könnten etwa Sprachbarrieren und Spannungen abbauen.

Zum anderen könnten durch den Bau des Kunstrasenplatzes auch Synergieeffekte geschaffen werden, da auch Homburger Sportvereine die Möglichkeit haben sollen, Trainingszeiten zu erhalten beziehungsweise den Platz für Turniere oder ähnliches zu nutzen. Zudem will man bestehende Kooperationen mit Vereinen dadurch weiter ausbauen.

Darüber hinaus hat der Ausschuss über einen Zuschuss an den FC Homburg in Höhe von 25 000 Euro zu entscheiden für die  Erweiterung des Trainingsplatzes am Waldstadion. Durch den Ausbau sollen erhöhte Trainingskapazitäten zur Verfügung stehen. Bereits 2016 wurden 25 000 Euro zugeschossen, der aktuelle zweite Zuschuss in gleicher Höhe soll auch der letzte dafür sein.

Der Kultur-, Jugend-, Sport- und Sozialausschuss kommt am Donnerstag, 30. November, um 17 Uhr zu seiner nächsten Sitzung im kleinen Sitzungssaal des Homburger Rathauses, Am Forum, zusammen.

 Die Integration durch Sport hat sich das christliche Jugenddorf auf die Fahnen geschrieben.
Die Integration durch Sport hat sich das christliche Jugenddorf auf die Fahnen geschrieben. FOTO: Hiegel / Hiegel, Willi