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Erstkommunion am Sonntag
Ein besonderer Tag für katholische Kinder

Mit gefalteten Händen stehen diese Kommunions-Kinder am Sonntag  vor dem Altar. Am Weißen Sonntag wird in der katholischen Kirche traditionell die Erstkommunion gefeiert.
Mit gefalteten Händen stehen diese Kommunions-Kinder am Sonntag vor dem Altar. Am Weißen Sonntag wird in der katholischen Kirche traditionell die Erstkommunion gefeiert. FOTO: Herbert Spies / dpa
Homburg. Am Weißen Sonntag gehen erstmals Mädchen und Jungen zur Kommunion. Sie haben sich wochenlang darauf vorbereitet.

Für die meisten 9- bis 10-jährigen Mädchen und Buben aus den katholischen Pfarreien oder Pfarreigemeinschaften in Homburg und seinen Stadtteilen sowie in Kirkel und in Bexbach  ist der kommenden Sonntag ein besonderer Tag: Sie gehen am „Weißen Sonntag“ zur Kommunion. Warum heißt der Weiße Sonntag eigentlich „Weißer Sonntag“?  Hat es mit den weißen Kleidern der Mädchen zu tun, die an diesem Tag zur Erstkommunion gehen? Nein, es gibt eine andere Erklärung.

Der Weiße Sonntag ist genau eine Woche nach Ostern. Seinen feierlichen Namen hat er tatsächlich von weißen Gewändern, und zwar von denen der neu getauften Christen. Als Erstkommunion oder erste heilige Kommunion wird der meist festlich begangene erste Empfang des Sakraments der heiligen Kommunion bezeichnet.

Bei der römisch-katholischen Taufe von Heranwachsenden und Erwachsenen empfangen diese bei ihrer Taufe zugleich auch die erste heilige Kommunion. „Die Eucharistie gehört in der katholischen Kirche zusammen mit der Taufe und der Firmung zu den sogenannten Initiationssakramenten, das heißt solchen Sakramenten, durch die die Gläubigen Anteil an der göttlichen Natur erhalten, gestärkt und in die Kirche eingegliedert werden“, so das Bistum in Speyer, zudem die saarpfälzischen Katholiken gehören.



Mancherorts übernehmen das Pastoralteam der Gemeinde (Priester, Diakon, Gemeindereferent) die Vorbereitung der Kinder.

In den letzten Jahren gingen manche Gemeinden, auch in der Saarpfalz, dazu über, die Erstkommunionfeier auf einen anderen Termin zu legen. So finden Erstkommunionen auch am Ostermontag, Christi Himmelfahrt oder an anderen Sonntagen der Osterzeit im April oder Mai statt. Der traditionelle, in vielen Gegenden übliche Tag der Erstkommunionfeier ist jedoch nach wie vor der Sonntag nach Ostern. Die Vorbereitung findet in der Regel nach dem Modell der Gemeindekatechese in kleinen Gruppen statt, die häufig von ehrenamtlichen Katecheten, den sogenannten „Tischmüttern“ oder  „Tischvätern“ zusammen mit einem Mitglied des Pastoralteams geleitet werden.

Vor der Erstkommunion erfolgt auch erstmals die Beichte. Die Vorbereitung auf die Erstbeichte ist in der Regel in die Kommunionvorbereitung integriert. Ohne Beichte ist nach katholischen Ritual die Erstkommunion nicht möglich.

(jkn)