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Eigener Obst- und Gemüseanbau zur Lebensfreude

Einöd. Der Obst- und Gartenbauverein Einöd-Ingweiler feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer Festveranstaltung in der Saarpfalz-Halle wurde dieses Jubiläum gebührend gefeiert. Im Mittelpunkt standen die Ernennung von drei Ehrenmitgliedern sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder Von Merkur-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Einöd. Der Obst- und Gartenbauverein Einöd-Ingweiler feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer Festveranstaltung in der Saarpfalz-Halle wurde dieses Jubiläum gebührend gefeiert. Im Mittelpunkt standen die Ernennung von drei Ehrenmitgliedern sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder. Die Aufgaben und Ziele des Vereins seien in den vergangenen 100 Jahren stets gleich geblieben, betonte Gerhard Reitnauer, seit 20 Jahren Vorsitzender des Vereins. Wie vor 100 Jahren sei "der Ausbau des Obstbestandes sehr wichtig für den Vitaminhaushalt und damit für den Erhalt der Gesundheit und der Gewinnung von Grundnahrungsmitteln", beschrieb Reitnauer die Aufgabe des Vereins. Clemens Lindemann ging als Vorsitzender des Landesverbandes der Obst- und Gartenbauvereine auf deren Entwicklung ein. Damals sei es den Menschen beim lebensnotwendigen Anbau von Obst, Salate und Gemüse vorrangig um das gesunde Überleben gegangen. Heute in einer Zeit des Wohlstandes betreibe man diese Arbeit mehr als Hobby, als eine Freude am Leben, so Lindemann. Dass Einöd beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" jetzt den ersten Platz im Saarpfalz-Kreis belegt habe, sei mit ein Verdienst auch des Obst- und Gartenbauvereins, erklärte Lindemann. Eigene Erzeugnisse der Obst- und Gartenbauvereine seien nicht mit den Produkten aus dem Supermarkt zu vergleichen, stellte Beigeordneter Rüdiger Schneidewind heraus. Er sprach sich dafür aus, "die Qualität der regionalen Erzeugnisse aus dem eigenen Garten zu bewahren und zu erhalten". Der OGV Einöd-Ingweiler gebe in seinen Vortragsveranstaltungen wichtigen Tipps rund ums Gärtnern, aber auch zum Brennen von Obst. So habe die Brennerei um Brennmeister Gerhard Reitnauer in den vergangenen Jahren zahlreiche Prämierungen eingeheimst. Darüber hinaus bringe sich der Verein ins Dorfgeschehen mit ein. Auch Ortsvorsteher Karl Schuberth und der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauverbände, Edelbert Keller, würdigten die Arbeit des Einöder OGV. Im Rahmen der Feier wurden Kurt Pfister, Karl Schuberth und Heinrich Fremgen im Namen des Landesverbandes der Obst- und Gartenbauvereine von Clemens Lindemann für über 50-jährige Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden sie zu Ehrenmitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Einöd-Ingweiler ernannt und erhielten von Gerhard Reitnauer die entsprechenden Urkunden sowie eine Armbanduhr. Zudem wurden am gestrigen Nachmittag weitere 25 Personen für 25- bis 48-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.



Auf einen BlickDer Obst- und Gartenbauverein Einöd-Ingweiler wurde am 10. August 1908 als Obstbau-Verein Einöd gegründet. Heute zählt der Verein 101 Mitglieder. Die Verwertung selbst angebauten Obstes, Obstbaum-Schnittkurse, Vortragsveranstaltungen in Kooperation mit der Natur- und Vogelschutzgruppe, Brennereifeste und die Beteiligung an örtlichen Festen sind Schwerpunkte der Vereinsarbeit. Vorsitzender und Brennleiter ist Gerhard Reitnauer. re