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Maifest eröffnet
Drei feste Schläge — und der Freischaum lief

Ohne große Mühe brachte Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind am Freitagabend mit einem unfallfreien Fassbieranstich das 44. Homburger Maifest an den Start. In der Vergangenheit war der Anstich nicht immer unfallfrei über die Bühne gegangen.
Ohne große Mühe brachte Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind am Freitagabend mit einem unfallfreien Fassbieranstich das 44. Homburger Maifest an den Start. In der Vergangenheit war der Anstich nicht immer unfallfrei über die Bühne gegangen. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Mit Fassanstich und Live-Musik startete am Freitag das Homburger Maifest. Bis Sonntag gibt es ein volles Programm in der Innenstadt. Von Thorsten Wolf

Seit Freitagabend läuft es, das 44. Homburger Maifest. Bis zum Sonntagabend heißt das, ganz kurz gefasst: Jeden Tag Live-Musik bis in die Nacht, und das auf den Bühnen am Christian-Weber-Platz und auf dem historischen Marktplatz in der Homburger Altstadt. Genau dort fand am Freitagabend auch der traditionelle Fassbieranstich statt. Auch 2018 lag es wieder in der Hand des Homburger Oberbürgermeisters Rüdiger Schneidewind, mit dem Anstich für ein gutes oder schlechtes Omen für die große Party zu sorgen.

Nun wussten nicht wenige, dass der Chef des Rathauses nicht immer ein glückliches „Hammerhändchen“ hat – in der Vergangenheit hatte Schneidewind schon mal publikumswirksam für eine Bierdusche gesorgt. So mochte man verstehen, dass so mancher – halb im Scherz, halb mit Blick auf die eigene, körperliche Unversehrtheit – zu Schneidewinds Spiel mit Hammer und Zapfhahn gebührend Abstand hielt. Der kommentierte dieses Zögern mit einem Lachen und dem Spruch: „Nur wer näher kommt, bekommt auch Freibier!“ Das lockte zumindest ein paar in die „Gefahrenzone“ – die sich aber nicht als gefährlich erwies. Mit drei Schlägen machte Schneidewind das Fass klar. Trotzdem gab’s eher eine Runde Freischaum für alle – das Fässchen hatte wohl schlicht zu lang ein der Sonne gestanden.

Sonne war dann auch das perfekte Stichwort, an der mangelte es am Freitagabend wahrlich nicht. Und somit waren, nach der „Schaumparty“ zur Eröffnung, die Weichen gestellt für einen gelungenen Start ins Maifest. Auf der Bühne auf dem historischen Marktplatz waren es wieder die Lokalmatadoren von Take 5 um Franz und Martin Hartmann, die für den guten Ton in der Altstadt sorgten. Auf dem Christian-Weber-Platz fiel diese Aufgabe niemand anderem als Joachim Witt zu, vielen Älteren als Ikone der Neuen Deutschen Welle mit dem „Goldenen Reiter“ nach wie vor ein Begriff – zusammen mit Wolf Maahn am Samstagabend die beiden unbestrittenen Konzerthöhepunkte des diesjährigen Maifestes.



Die Auftritte beider griff auch Schneidewind in seiner offiziellen Eröffnung auf. „Wir haben Stars hier. Joachim Witt mit dem ‚Goldenen Reiter‘ war jetzt in den früheren Jahren nicht meine Musik. Ich glaube aber, dass er viele Leute ziehen wird. Wolf Maahn ist für mich aber die Deutsch-Rock-Legende meiner Tage. Da freue mich auch ganz persönlich drauf.“ Doch bis zum Sonntag werden nicht nur diese beiden großen Acts ihren Teil zur Geschichte des 44. Homburger Maifestes beitragen, auch viele regionale Bands, Kapellen und Formationen stehen auf dem Programm.

Neben Take Five ist da natürlich der Auftritt der Pfarrkapelle Kirrberg am Samstag um 14 Uhr auf dem historischen Marktplatz zu nennen. Dort folgt dann um 20 Uhr Partyrock mit „Sudden Inspiration“. Auf dem Christian-Weber-Platz wird, ebenfalls am Samstag, um 10.30 Uhr die Uni-Bigband den Auftakt des „Stadtradelns 2018“ musikalisch umrahmen, ab 15 Uhr gibt’s Bluesrock mit der Blies Blues Band. Bevor dann um 21 Uhr Wolf Maahn die Bühne entert, spielt ab 18 Uhr das Red Couch Projekt. Der Sonntag gehört auf dem historischen Marktplatz ab 12 Uhr dem Blasorchester Jägersburg, es folgen um 15 Uhr „The good Times“ und um 19 Uhr „Celebrate Music 4 U“.

Die perfekte Kulisse für einen Maifest-Klassiker ist ab 14 Uhr der Christian-Weber-Platz: Dort werden wieder die Linedancer zusammen mit „Lunchbox“ ihre Party feiern, den Schlussakkord dort setzt um 19 Uhr die Band Bruise. Am Sonntag gibt es zusätzlich auf dem Illmenauer Platz ab 14 Uhr ein Kinderprogramm, ebenfalls ab 14 Uhr sind „Samba Total“ in der ganzen Innenstadt unterwegs. Und wem das alles nicht genug ist, der kann zwischen Musik, Essen und Trinken auch noch shoppen, denn der Sonntag ist in Homburg verkaufsoffen.