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Der Zimmermann hat das Wort

 Hier sieht man deutlich, wie der zweite Bauabschnitt der I-Med direkt an den bestehenden Neubau angedockt wird. Fotos: pm/Maack
Hier sieht man deutlich, wie der zweite Bauabschnitt der I-Med direkt an den bestehenden Neubau angedockt wird. Fotos: pm/Maack
Homburg. Heute gibt es Schnaps, einen flotten Zimmermannsspruch und gute Laune: Der zweite Abschnitt des Neubaus der Inneren Medizin, I-Med genannt, ist im Rohbau fertig. Bezugsfertig wird das Gebäude 2018 sein. Christine Maack

Wenn an einem Uniklinikum nicht gebaut würde, dann sei es keins. Das hatte der kaufmännische Direktor, Ulrich Kerle, anlässlich der Eröffnung des ersten Abschnitts der Inneren Medizin vor einem Jahr gesagt. Also zu einem Zeitpunkt, an dem man eigentlich das Gefühl hatte, es sei doch jetzt mal genug mit den ewigen Baustellen. War es aber nicht, denn es ging nach der Eröffnungsfeier sofort weiter mit dem zweiten Bauabschnitt der I-Med. Und an diesem Rohbau wird heute Richtfest gefeiert. Das Uniklinikum in Homburg will mit diesem weiteren Meilenstein im Gesamtbaukonzept seinem Ruf als Top-Adresse für Krankenversorgung, Forschung und Lehre im Südwesten Deutschlands gerecht werden.

Wer sich noch an das alte Bettenhaus aus den 70er Jahren mit seiner Waschbetonfassade erinnert, dem wird klar, dass es fürs Uniklinikum nur diese Flucht nach vorne hatte geben können: "Wir hätten ohne diesen Neubau und die weiteren beachtlichen Investitionen, die uns unter anderem das Land gewährt hat, unseren Betrieb nicht auf Spitzenniveau aufrechterhalten können", gab Ulrich Kerle zu. Waren die internistischen Kliniken vorher dezentral an zwölf Standorten untergebracht, werden sie ab 2018, also nach Abschluss der Gesamtbaumaßnahmen, dann alle unter einem Dach vereint sein.

Aus der über 140-Millionen-Euro-Investition ergeben sich daher Synergieeffekte, man müsse nicht mehr an räumlich getrennten Bereichen alles Mögliche vorhalten, sondern habe künftig eine zentrale Anlaufstelle, so Kerle. Außerdem entfielen damit auch die lästigen Transporte der Patienten von einem Ort zum anderen, was in der Vergangenheit oft zu Ärger geführt hatte.



Zum Richtfest am zweiten Bauabschnitt wird heute auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer erwartet. Ende August 2012 hatte sie den Grundstein für das Gebäude der Inneren Medizin, des teuersten Gebäudes des Saarlandes, wie sie damals betonte, gelegt. Einige Pannen , darunter eine betrügerische Baufirma, die an diesem Augusttag 2012 noch Freibier ausgeschenkt hatte, verzögerten den ersten Bauabschnitt, der am Ende jedoch fast noch pünktlich fertig wurde. Nun folgt der zweite Abschnitt, dessen Rohbau zumindest bis zum heutigen Richtfest ohne Pleiten, Pech und Pannen fertig wurde. Die fünf internistischen Kliniken werden nach der Fertigstellung dann unter dem schirmenden Dach des Hubschrauberlandeplatzes vereint sein.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Fertigstellung des letzten Abschnitts der I-Med ist für 2018 anvisiert. Dann befinden sich alle internistischen Fächer zentral in unmittelbarer Nähe zur Chirurgie und zum Diagnostikzentrum. Der bisherige Teil der I-Med wird seit Ende 2015 durch die Kliniken für Innere Medizin I, III und die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie genutzt. maa