| 22:19 Uhr

Das war großes Blues-Brothers-Feeling

 Gab's auch als kurzes Duett: Frank Henkes mit Bassist Mike Schmitt. Fotos: Thorsten Wolf
Gab's auch als kurzes Duett: Frank Henkes mit Bassist Mike Schmitt. Fotos: Thorsten Wolf
Kirkel-Neuhäusel. Es gibt sie einfach, die Legenden der Musik- und der Filmgeschichte. Eine der bekanntesten: Die Blues Brothers. Als Film mit Dan Aykroyd und John Belushi ein echter Klassiker der 80er, als gelebte Musik mit Sicherheit prägend für mindestens eine halbe Generation und als Bekleidungsstil ein klares Bekenntnis zu Anzug, Krawatte und Hut - natürlich alles in Schwarz Von Merkur-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Kirkel-Neuhäusel. Es gibt sie einfach, die Legenden der Musik- und der Filmgeschichte. Eine der bekanntesten: Die Blues Brothers. Als Film mit Dan Aykroyd und John Belushi ein echter Klassiker der 80er, als gelebte Musik mit Sicherheit prägend für mindestens eine halbe Generation und als Bekleidungsstil ein klares Bekenntnis zu Anzug, Krawatte und Hut - natürlich alles in Schwarz. Seit 1980, dem Jahr in dem John Landis' Film "Blues Brothers" in die Kinos kam, hat die Geschichte von Jake und Elwood Blues unzählige Fastnachtspartys in Sachen Outfit dominiert und haben zahlreiche Musiker abseits des Zelluloid versucht, in die Fußstapfen der beiden Brüder zu treten. Bei vielen blieb es beim "Wollen", am Sonntagabend aber traten in der Burghalle in Kirkel-Neuhäusel elf Musiker und Musikerinnen auf, die schon lange beim "Können" angekommen sind: das Blues Brothers Band Project. Bevor aber Frank Beck als Jake Blues und Frank Henkes als sein Bruder Elwood den Sound "der Band" wieder aufleben ließen, kam der Formation Cooter Brown die nicht undankbare Aufgabe zu, als Opener des Doppel-Konzerts die zahlreichen Gäste "auf Betriebstemperatur" zu bringen. Mit publikumswirksamen und gut verdaulichen Sahnestückchen wie Pink Floyds "Another brick in the wall", Queens "We are the champions", Bon Jovis "Livin' on a prayer" oder dem Simple Minds-Klassiker "Don't you" sorgten Cooter Brown schon von der ersten Minute an für beste "After-Festtags-Stimmung". Und dann war es endlich so weit: Um 22 Uhr betrat, heiß ersehnt von den Fans, das Blues Brothers Band Project die Bühne. Und wie es sich für echte "Blues" gehört, ging es von der ersten Minute an richtig zur Sache. Kaum zu bremsen dabei: Frank Henkes alias Elwood Blues. Mal auf der Bühne, mal dahinter, mal quergelaufen und dann wieder zurückgetanzt, mal mit der Harp, mal mit Gesang lieferte er die kongeniale Ergänzung zur Bühnenperformance von "Bruder" Frank Beck. Doch die Band auf die beiden Frontmänner zu begrenzen, würde der Formation nicht gerecht. Mit zwei wunderbaren weiblichen Stimmen, Rebecca Maas und Mellika Meskine, und wirklich feinen Musikern in der Bläser- und Rhythmus-Section sowie am Schlagzeug soulten und bluesten sich die Brüder gekonnt durch ihre Repertoire, das bei weitem mehr umfasste als den Soundtrack des Films.



 Die "Schwestern" der Blues Brothers sahen nicht nur gut aus, gut singen konnten sie auch noch.
Die "Schwestern" der Blues Brothers sahen nicht nur gut aus, gut singen konnten sie auch noch.