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Das Thema Kombibad
Es bleibt ein ungutes Gefühl

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Homburg und sein Kombibad – das dürfte vielleicht nicht zu einer unendlichen Geschichte werden, aber doch zu einer, die so schnell nicht zu Ende erzählt ist. Auch wenn die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen um einen zu teuren Grundstückskauf rund um den Badneubau in dieser Woche eingestellt hat, und dies doch überraschend schnell: Es bleiben viele Fragen offen, auch unangenehme. Von Ulrike Stumm

Das erklärt das ungute Gefühl in der Magengegend, das vielen bleibt. Gänzlich kann man es eben nicht auf die aktuell wieder munter grassierenden Darmgrippe-Viren schieben. Schon in der nächsten Woche, wenn der Stadtrat erneut zusammenkommt, wird es um das Bad gehen. Neben den Punkten ums Grundstücksgeschäft, zu denen die Linken Aufklärung fordern – von zivilrechtlichen Ansprüchen bis zur Haushaltswahrheit – befasst sich der Rat wieder einmal mit den Kosten. Auch das kein gutes Thema für ein ruhiges Bauchgefühl. Um die 1,5 Millionen Euro an Zuschüssen erhält das Koi jedes Jahr – aus diversen Töpfen. Fürs erste Halbjahr hat der Stadtrat 2019 bereits weitere 205 000 Euro beschlossen. Teil eins einer Abschlagszahlung, jetzt steht wieder eine „Anpassung des Betriebskostenzuschusses“ an. 2018 lag man insgesamt bei 410 000 Euro zusätzlich, und das nach einem Supersommer.

Teuer kommt das Bad die Homburger also, aber ob es ihnen auch lieb ist? Die Geschichte ist nicht abgeschlossen, tendiert Richtung klassisches Drama, Konflikte gibt es schon mal genug.