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Biosphäre
Das Biosphärenreservat Bliesgau steht auf dem Prüfstand

Imkerei in der Biosphäre: Zu Besuch bei den Bienen. Wichtig ist auch, dass es viele Angebote gibt, um von der Unesco anerkannt zu bleiben.
Imkerei in der Biosphäre: Zu Besuch bei den Bienen. Wichtig ist auch, dass es viele Angebote gibt, um von der Unesco anerkannt zu bleiben. FOTO: Wolfgang Henn Saarpfalz-Touristik
Homburg/Blieskastel . Nachdem die Biosphäre Bliesgau 2009 von der Unesco anerkannt wurde, steht nun die erste Überprüfung über die Einhaltung der Anforderungen an. red

Wer die Auszeichnung „Unesco-Biosphärenreservat“ haben möchte, muss auch etwas dafür tun. Da gilt nicht der fromme Wunsch: Einmal aufgenommen, immer dabei, sondern man muss sich alle zehn Jahre überprüfen lassen. Kommt man seinen Verpflichtungen nach? Werden weiterhin alles Auflagen erfüllt?

Gemäß Artikel 9 der internationalen Leitlinien für das Weltnetz der Biosphärenreservate werden Unseco Biosphärenreservate alle zehn Jahre überprüft, so Pia Schramm vom Biosphärenzweckverband Bliesgau. Basis dieser Überprüfung seien die Anerkennungskriterien, der Antrag auf Anerkennung und ein Bericht der für das jeweilige Biosphärenreservat zuständigen Behörde. Vor diesem Hintergrund steht nun die erste Evaluierung, also die erste Überprüfung, des Biosphärenreservates Bliesgau an, das 2009 von der Unesco anerkannt wurde. Ein erster Entwurf des Berichtes, der seit einigen Tagen unter www.biosphaere-bliesgau.eu zur Verfügung steht, wurde von der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes in Zusammenarbeit mit dem Institut für ländliche Strukturforschung (IFLS) an der Universität Frankfurt erstellt.

Der Bericht basiert auf einem Fragebogen der Unesco und darf 50 Seiten nicht überschreiten, so Pia Schramm weiter. Er wird derzeit vom Biosphärenzweckverband und seinem Beirat überprüft. In der Versammlung des Biosphärenzweckverbandes am 13. August wird über den endgültigen Entwurf und dessen Weiterleitung an das Umwelt-Ministerium entschieden, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.



Anmerkungen zum Entwurf können bis einschließlich Donnerstag, 2. August, 12 Uhr, über die E-Mail-Adresse evaluierung@biosphaere-bliesgau.eu, unter dem Stichwort „Evaluationsbericht“, bei der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau eingereicht werden.