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Sandrennbahn-Schule
Da kommt Bewegung in die Pause

Die Schüler der Klasse 8.2 der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn testeten nach dem obligatorischen Gruppenbild die Sportgeräte.
Die Schüler der Klasse 8.2 der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn testeten nach dem obligatorischen Gruppenbild die Sportgeräte. FOTO: Thorsten Wolf
Erbach. Mit „Bewegungskisten“ will der Stadtverband für Sport den Pausensport fördern. An der Sandrennbahn-Schule wurde die erste Kiste übergeben. Von Thorsten Wolf

Sind Kinder und Jugendliche heute im Durchschnitt zu dick, zu träge, zu unsportlich? So manche Studie sagt „Ja“, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung spricht beim Thema „Übergewicht“ von einer Stagnation auf hohem Niveau. Doch ganz gleich ob „Ja“ oder „Nein“ – eines ist immer gut: ausreichend Sport. Und der gehört nicht nur in den Verein oder in die Sportstunde, sondern soll auch integraler Bestandteil des täglichen Schulunterrichts sein, einschließlich der Pausen. So zumindest sieht man es an der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn in Erbach.

Dort gibt es seit gestern einige Spiel-Spaß-Sport-Möglichkeiten mehr für die Schüler, um eine echte „bewegte Pause“ zu verbringen. Möglich macht das eine neue „Bewegungskiste“, initiiert von Astrid Bonaventura, der Vorsitzenden des Homburger Stadtverbands für Sport (SfS), gemeinsam finanziert von der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz und dem SfS. In der Kiste: Fußball, Basketball, Volleybälle, ein Tischtennis-Set, ein Badminton-Set und einen Wurfball mit dem sinnigen Namen „Nerf“. Die Idee für die „Bewegungskiste“ habe sie aus Berlin mitgebracht, erläuterte Bonaventura. Dort habe die Sportjugend mit dieser Offerte großen Erfolg. Den soll die Sportgeräte-Sammlung nun auch an den weiterführenden Schulen in ganz Homburg haben. Neben der Neuen Sandrennbahn soll es das Angebot auch an der Robert-Bosch-Schule, dem Saarpfalz-Gymnasium, dem Mannlich-Gymnasium und am Johanneum geben.

Stellvertretend für die bewegende und die bewegte Seite der Neuen Sandrennbahn nahmen Sportlehrerin Kristin Welz und die Klasse 8.2 die neuen Sportgeräte in Empfang. „Wir engagieren uns sehr für den Pausensport und für Bewegung in der Pause“, erzählte Welz. Man habe an der Erbacher Schule dabei schon eine lange Tradition. „Aber das sind ja alles Verschleißteile. Und deswegen freuen wir uns wahnsinnig über die neue Bewegungskiste. Und es ist so, als wäre eine Wunschliste abgearbeitet worden, die wir gestern noch hatten und die uns heute erfüllt wurde.“



Sabine Bleyer, die Schuleiterin der Neuen Sandrennbahn, ordnete die Bewegungskiste des Stadtverbands für Sport in einen größeren Kontext von Sportangeboten an ihrer Schule ein. „Wir bemühen uns um den Sport an unserer Schule, weil das genau der richtige Ausgleich ist, mit allen Vorteilen.“ So gebe es in den Pausen auch ein Sportangebot in der Halle, „es gibt die Möglichkeit den Aschenplatz und das Multifeld zu bespielen. Im zentralen Pausenhof gibt es die Bewegungskiste“. Und auch innerhalb des eigentlichen Unterrichts versuche man, Bewegungsangebote zu integrieren. All das, so Bleyer, habe die Schule auch dazu bewogen, sich um die Auszeichnung als „sportbewegte Schule“ zu bewerben. „Und die Bewegungskiste im Pausenhof ist da ein wichtiges Element.“ Rein organisatorisch werden die Pausensport-Angebote von den Zehner-Klassen der Schule betreut, wer für die Unterrichts-Unterbrechung ein Sport- und Spielgerät will, der kann es sich gegen Vorlage seines Schülerausweises ausleihen.

Natürlich ging‘s gestern bei der offiziellen Übergabe der Bewegungskiste auch um Bewegung. Als Renner entpuppte sich, abseits von Fußball und anderen Klassikern, der kleine, bunte Wurfball mit dem Namen „Nerf“ – kaum ausgepackt, flog das Fun-Sportgerät, quasi ein kleiner Football in Gestalt einer Rakete, hin und her über dem Schulhof. Dass der „Nerf“ dabei im Flug auch auch noch ein Heulgeräusch von sich gibt, das ging gestern im Trubel des Pausengewimmel akustisch unter, immerhin erklärte es aber ein bisschen den Namen des trendigen Spielzeugs.

Trend war dann auch ein gutes Stichwort für das Sportgerät, das Beigeordnete Christine Becker zur „Bewegungskiste“ beigesteuert hatte: Frisbee-Scheiben. Das habe man nicht ohne Grund getan, so Becker, immerhin werde man am 1. September im Homburger Stadtpark die neue Disc-Golf-Anlage einweihen, sprich: „Golfen“ im Grünen mit der Frisbee-Scheibe.