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Uniklinikum
Chirurgische Spezialstation für ältere Patienten

Homburg. Eine immer älter werdende Gesellschaft stellt auch die Medizin vor immer neue Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund stellte das Universitätsklinikum in Homburg (UKS) gestern eine neu geschaffene, alterschirurgische Spezialstation vor – als interdiszplinäre Einrichtung, die sich gezielt mit „knöchernen Erkrankungen“ bei Patienten hohen Alters befasst. Von Thorsten Wolf

Die Feder führt die Klinik für Unfall-, Hand und Wiederherstellungschirurgie von Professor Tim Pohlemann in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin II von Professor Frank Lammert und dem Marienhaus-Klinikum in St. Wendel. Gemeinsam soll eine nachhaltige Versorgung von älteren Patienten in einem Netzwerk aus unterschiedlichen Disziplinen und Professionen ermöglicht und, so die Verantwortlichen, ab dem Zeitpunkt der stationären Aufnahme eine ganzheitliche Versorgung der betroffenen Patienten gewährleistet werden – mit dem Ziel einer frühen Rehabilitation und der Möglichkeit einer Rückkehr ins häusliche Umfeld.

Impuls für die Einrichtung dieses Behandlungskonzepts sind Erhebungen. Die besagen, dass im Falle einer hüftgelenksnahen Fraktur, eine gerade bei Älteren sehr häufige Unfallfolge, ein rund 30 Prozent höheres Sterberisiko vorliegt als bei Schlaganfällen oder Herzinfarkten. In ihrer Arbeit versteht sich die Spezialstation auch als Schaltzentrale und Koordinierungsstelle, die zusammen mit frühgeriatrischen Einrichtungen die Nachbehandlung der Patienten verbessern will. Präventive Angebote runden das Behandlungsangebot ab. All das soll Ende 2018 durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert werden. Und: Für diese Arbeit gab es nun eine finanzielle Unterstützung: Der Rotary Club Homburg-Zweibrücken übergab anlässlich der Vorstellung der neuen Station eine Spende von 8500 Euro. >Bericht folgt