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Biotop ist jetzt noch größer

 Im Biotop leben unter anderem Wasserbüffel – dieses Foto und viele andere sind im neuen Biotop-Kalender abgedruckt, den diesmal ausschließlich Vereinsmitglieder erhalten. Das Biotop wurde im Herbst um 17 Hektar erweitert. Foto: Karl-Theo Dzieia
Im Biotop leben unter anderem Wasserbüffel – dieses Foto und viele andere sind im neuen Biotop-Kalender abgedruckt, den diesmal ausschließlich Vereinsmitglieder erhalten. Das Biotop wurde im Herbst um 17 Hektar erweitert. Foto: Karl-Theo Dzieia FOTO: Karl-Theo Dzieia
Beeden. Der städtische Haushalt, das Biotop, die Situation der Flüchtlinge, die im Ort leben: Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner und Karl-Theo Dzieia haben viele Themen zum Gespräch in die Redaktion mitgebracht – und natürlich den neuen Veranstaltungskalender. Ulrike Stumm

Weiße Weihnachten ist in Beeden durchaus auch mal anders zu verstehen. Kurz vor dem Fest landen in allen Haushalten nämlich zuverlässig weiße Umschläge. Und in denen stecken nicht nur Weihnachtsgrüße von Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner, sondern auch der Beeder Veranstaltungskalender fürs neue Jahr. In dem finden sich die gesammelten Termine, dazu auch viele schöne Bilder aus dem Ort, 25 insgesamt - zwei pro Monat plus Titelbild - von den Sternsingern über die Störche bis zur St. Martinsfeier. Weil dahinter natürlich viel Arbeit, Herzblut und noch mehr steckt, sind Ortsvertrauensmann Wagner und Karl-Theo Dzieia in die Redaktion unserer Zeitung gekommen, um darüber und über wichtige Beeder Themen zu sprechen.

Da die Fastnachtssession in diesem Jahr kurz, Aschermittwoch daher bereits am 10. Februar ist, steht dann bereits ein wichtiger Termin und ein Jubiläum an, auf das Wagner stolz ist: Zum zwanzigsten Beeder Heringsessen lädt er ein. Um die 300 Leute kämen dazu in jedem Jahr. Bei diesem Treffen, zuvor beim Neujahrsempfang am 11. Januar, will er dann auch einige Themen ansprechen, die in Beeden zentral sind. Der städtische Haushalt für 2016 gehört dazu. Es sei wichtig für die Ortsteile, dass dieser verabschiedet werde, unterstreicht Wagner. Bekanntlich wurde die Beratung darüber ja ins Frühjahr verschoben, nachdem wohl noch mehr gespart werden muss als gedacht (wir berichteten). Ohne genehmigten Haushalt, so Wagner, könne auch kein Geld in die Stadtteile fließen, eventuell vorgesehene Projekte könnten unter Umständen nicht umgesetzt werden oder verzögerten sich zumindest. Ein weiteres wichtiges Thema: die Flüchtlinge . Es gebe in Beeden zehn bis zwölf Wohnungen, in denen Flüchtlinge lebten, etwa 30 Menschen seien darin untergebracht, die sich größtenteils in Vereine integriert hätten. "Bisher hat das in Beeden sehr gut geklappt", betont Wagner. Im Remigiusheim gebe es Sprachunterricht , zudem erteile eine Frau auf Privatinitiative Deutschkurse. Es engagierten sich viele Ehrenamtliche, die sich um die Flüchtlinge kümmerten.

Wenn von Beeden die Rede ist, dann darf das Thema Biotop nicht fehlen. Und auch da hatten Wagner und Dzieia neue Informationen mit dabei - und eine kleine Überraschung. Es werde in diesem Jahr nämlich einen weiteren Kalender geben, allerdings nur für die Mitglieder des Biotop-Vereins: 250 Stück wurden gedruckt mit Bildern ausschließlich aus dem Biotop. Gedacht sei das als Dankeschön, zugleich als Testballon. Möglicherweise könnte es nächstes Jahr eine höhere Auflage eines Biotopkalenders geben, der dann zugunsten des Vereins auch verkauft werde.

In Sachen Biotop gab es Weiteres zu berichten, zum Beispiel, dass im Herbst die Fläche um 17 Hektar erweitert wurde - und zwar in Richtung Homburg, am Zollbahnhof. Insgesamt umfasse das Biotop-Gelände nun 48 Hektar. Gedacht sei das neue Gebiet als Beweidungsfläche und als Hochwasser sicheres Gelände. Da das "alte" Biotop Überschwemmungsgebiet der Blies sei, so Dzieia, bräuchten die Tiere einen sicheren Standort, zumal nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer sehr häufig Überschwemmungen vorkämen. Das Biotop sei ein "ganz großes Thema in Beeden und soll es auch bleiben". Aktuell leben dort etwa Wasserbüffel, Koniks, Heckrinder, und es lassen sich Störche wie Silberreiher nieder, manche nur zeitweise - insgesamt seien 130 bis 150 Vogelarten hier beobachtet worden, unter anderem jetzt der Eisvogel. Für die Störche sollen weitere Horste gebaut werden, das koste jeweils etwa 1000 Euro. Hier hoffe man, dass der ein oder andere eine Patenschaft übernehme.

Zum Thema:

HintergrundIm Veranstaltungskalender für Beeden , der in dieser Form zum achten Mal erscheint, wurden alle Termine im Ort erfasst. Dafür trommle man alle Beteiligten im Oktober zusammen, zugleich vermeide man so Überschneidungen von Großveranstaltungen. Im Kalender sind zudem wichtige Telefonnummern von Vereinen und Institutionen sowie die Ferienzeiten verzeichnet. Herausgegeben wird er von Ortsvertrauensmann Wagner, Gestaltung und Terminkoordinierung hat Karl-Theo Dzieia übernommen; er hat auch die Fotos gemacht. Erschienen ist der Kalender in einer Auflage von 1800 Stück, er wurde an alle Haushalte in Beeden kostenlos verteilt. Wer aus irgendeinem Grund keinen Kalender erhalten hat, der kann sich an Wagner oder Dzieia wenden. ust

 Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner (links) und Karl-Theo Dzieia hatten den neuen Beeder Veranstaltungskalender zum Besuch in der Redaktion mitgebracht. Foto: Ulrike Stumm/Redaktion
Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner (links) und Karl-Theo Dzieia hatten den neuen Beeder Veranstaltungskalender zum Besuch in der Redaktion mitgebracht. Foto: Ulrike Stumm/Redaktion FOTO: Ulrike Stumm/Redaktion