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Schulische Integration
Bildung schafft gesellschaftliche Teilhabe

Die Workshop-Teilnehmer_innen erörtern mögliche Projekte und Maßnahmen zur schulischen Integration von Geflüchteten und Neuzugewanderten im Saarpfalz-Kreis.
Die Workshop-Teilnehmer_innen erörtern mögliche Projekte und Maßnahmen zur schulischen Integration von Geflüchteten und Neuzugewanderten im Saarpfalz-Kreis. FOTO: Beate Ruffing/Saarpfalz-Kreis
Homburg. Strategieworkshop im Homburger Forum beschäftigte sich mit schulischer Integration. Von red

(red) Im Strategieworkshop „Schulische Integration von neu zugewanderten Seiteneinsteigern“ wurden strukturgebende Maßnahmen erarbeitet zur Beschulung von geflüchteten und zugewanderten Schülern, die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben.

Aktuell werden an den weiterführenden Schulen im Saarpfalz-Kreis rund 650 Geflüchtete und Neuzugewanderte unterrichtet. Seit 2015 sind jährlich bis zu 200 Seiteneinsteiger in den Schulen aufgenommen worden, die über keine ausreichenden Deutschkenntnisse für den Unterricht verfügen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Die sprachliche und soziale Integration der zugewanderten Kinder und Jugendlichen an den Schulen sei eine anspruchsvolle Aufgabe, die die effektive Zusammenarbeit aller Akteure erfordert.

Dies war Anlass für Landrat Theophil Gallo, zu einem Austausch im Rahmen eines Workshops ins Homburger Forum einzuladen. Bei der Einführung betonte Gallo das herausragende Engagement der Schulen und aller haupt- und ehrenamtlichen Akteure in der Integrationsarbeit. Er ergänzte: „Nun gilt es, für die Zukunft gemeinsam verlässliche Unterstützungsstrukturen für die zugewanderten Kinder und unserer Schulen zu schaffen.



Die Staatssekretärin im Ministerium für Bildung und Kultur, Christine Streichert-Clivot, stellte in ihrem Grußwort fest: „Eine erfolgreiche Integration in unser Bildungssystem schafft die Voraussetzungen für eine gesellschaftliche Teilhabe und eine selbstbestimmte Lebensführung. Unsere Bildungseinrichtungen haben diesen Auftrag mit großem Engagement angenommen. Aber wir dürfen unsere Schulen mit dieser gesellschaftlichen Aufgabe nicht alleine lassen.“

In intensiven Arbeitsphasen, moderiert von der Transferagentur für Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz-Saarland, wurden mit Blick auf die schulischen Seiteneinsteiger und deren Eltern gemeinsame Ziele formuliert und Umsetzungsschritte erarbeitet: Die Kinder sollen intensiv sprachlich vorbereitet und gefördert werden, damit sie in die Lage versetzt werden, dem Unterricht zu folgen, um langfristig einen bestmöglichen Schulabschluss zu erreichen. Elementar ist aber nicht nur die schulische Integration – sondern auch die soziale Integration der gesamten Familie.