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Stadt verkauft Gelände an Investor
Neues Bauprojekt hinter dem Eden-Kino geplant

 Hinter dem Eden-Kino fanden jüngst wieder Abrissarbeiten statt. Jetzt geht es auch planerisch voran.
Hinter dem Eden-Kino fanden jüngst wieder Abrissarbeiten statt. Jetzt geht es auch planerisch voran. FOTO: Eric Kolling
Homburg. Die Stadt Homburg verkauft ihre Geländeteile an einen Investor. Vorübergehend könnte ein Parkplatz entstehen. Von Eric Kolling

Das Gelände hinterm Eden-Kino in Homburg dürfte nun tatsächlich perspektivisch bebaut werden. Bis dahin könnte es vermutlich in den ersten Monaten 2020 wieder als Parkplatz nutzbar sein. Die Grundlagen für diese Entwicklungen sind in den letzten Tagen geschaffen worden.

Die 5500 Quadratmeter große Grundstück Fläche gehört einer Eigentümergemeinschaft, zur Hälfte Privatleuten und seit Dezember 2014 der Stadttochter Homburger Parkhaus- und Stadtbus-Gesellschaft (HPS). Jedem gehört jeder Quadratmillimeter zur Hälfte, weshalb jeder Eigner bisher nur mit dem Einverständnis der anderen handeln konnte. Die Stadt wollte das Grundstück zwangsversteigern, um das Gemeinschaftseigentum zu beenden. Terminiert war dies für den 19. Dezember, doch das Gericht sagte es ab. Rund 1,7 Millionen Euro waren als Preis aufgerufen, die Stadt hätte davon die Hälfte erhalten. Damals hatte sie 600 000 Euro für das Gelände gezahlt.

Die Absage erfolgte nun, nachdem bekannt geworden war, dass die Eigentümergemeinschaft mit einem Investor handelseinig ist. Daher beschloss der Homburger Stadtrat im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung vom 12. Dezember mehrheitlich, auch den HPS-Teil an diesen Investor zu veräußern. Das bestätigt Stadtsprecher Jürgen Kruthoff auf Nachfrage. Dieser habe der Stadt angeboten, das Gelände vorerst wieder als Parkraum zu nutzen. Knapp 90 Plätze waren dort bis Frühjahr 2017 verfügbar. Dann hätte die Stadt deutlich mehr Miete berappen sollen. Auf eine (Miet)zahlung könnte es auch jetzt hinauslaufen, lässt Kruthoff durchblicken, dass man die Fläche nicht zum Nulltarif bekommen wird.



Nun müssen die städtische Tochtergesellschaft HPS beziehungsweise die städtischen Gremien das weitere Vorgehen abstimmen. Der Investor, der auf dem Gelände wohl eine Tiefgarage, Wohnungen und Einrichtungen für Betreutes Wohnen errichten will, habe signalisiert, dass er erst am Anfang seiner Pläne stehe. Vermutlich wird es mindestens etwa anderthalb Jahre dauern, ehe dort gebaut wird.