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Homburg
An der L 118 fehlt nun der Sichtschutz

 Deutlich gelichtet präsentiert sich der Baumbestand an der L 118.
Deutlich gelichtet präsentiert sich der Baumbestand an der L 118. FOTO: Jennifer Klein
Erbach. Leser Albert Röver ärgert sich über Baumfällarbeiten zwischen Erbach und Jägersburg. Von Jennifer Klein

Baumfällarbeiten „in größerem Stil“ hat unser Leser Albert Röver im Homburger Industriegebiet bemerkt, an der L 118, Höhe Gewerbegebiet Vogelbacher Weg. Auf rund 300 Metern entlang der Straße seien jede Menge Bäume, vor allem Kiefern, gefällt worden, so seine Beobachtung. Freie Sicht aufs Industriegelände habe man da, wo früher ein dichter Baumbestand war. Röver erinnert sich noch daran, wie die Bäume gepflanzt wurden. „Die können doch nicht alle krank oder umsturzgefährdet sein“, wundert er sich. Zudem finde er es erschreckend, dass in Zeiten, in denen Klima- und Umweltschutz immer wichtiger wird, so viele Bäume gefällt würden. „Zumindest ein paar hätte man schon stehen lassen können“, sagt er, und fragt: „Wer hat denn das veranlasst?“.

Eine Nachfrage unserer Zeitung bei der Stadt Homburg ergab, dass die Straße zwar natürlich zum Stadtgebiet gehöre, allerdings als Landstraße in die Hoheit des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS) falle, so Homburgs Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff. Er vermute, dass es sich nicht um eine Fällung aufgrund einer akuten Situation, zum Beispiel drohende Umsturzgefahr, handele, sondern um eine geplante Maßnahme. „Bis Ende Oktober darf ohnehin ohne zwingenden Grund nicht gefällt werden, wegen Brutzeiten und Tierschutz“, erklärt er.

Der Landes-Straßenbaubetrieb in Neunkirchen hat sich auf eine entsprechende Anfrage hin bislang noch nicht geäußert.