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Bauhof: Einöds Ortsvorsteher stellt sich hinter Schneidewind

Einöd. Nach der öffentlichen Kritik an Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) wegen der Überwachungsaktion im Baubetriebshof bekommt dieser nun erstmals Unterstützungen aus den eigenen Reihen. thw

In der Einöder Ortsratssitzung am Donnerstagabend hat sich Ortsvorsteher Karl Schuberth (SPD ) in Sachen "Überwachung Baubetriebshof Homburg" hinter Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD ) gestellt. Der OB hatte eine externe Detektei auf vier Mitarbeiter angesetzt. Er, Schuberth, sei einer derjenigen gewesen, die Schneidewind zum Handeln aufgefordert hätten. "Grund für meine eindringliche Aufforderung an den Oberbürgermeister, für umfassende Aufklärung zu sorgen, waren Informationen aus Gesprächen mit zahlreichen Homburger Kommunalpolitikern. Hierbei wurde mir über Fehlverhalten am Arbeitsplatz von Mitarbeitern des BBH berichtet, die alles überschritten, was ich mir bisher hatte vorstellen können." Schuberth sprach hier auch von möglicherweise kriminellen Handlungen.

Aus Schuberts Sicht habe eine solche Aufklärung "nur durch externe Beauftragte erfolgen" können. Gleichzeitig sei es nötig gewesen, nur einen kleinen Personenkreis um den OB über die Maßnahme zu informieren. Über das Einschalten einer Detektei habe er erst aus der Presse erfahren, "worüber ich mich keinesfalls beklage".

Als Teilnehmer der Ratssitzung vom 2. Juni sei er überrascht gewesen, dass einige Ratsmitglieder "völlige Unkenntnis über die Vorgänge" zum Ausdruck gebracht hätten, so der Ortsvorsteher weiter. "Gerade aus diesem Kreis waren mir doch die meisten Informationen zugeflossen." Und weiter: "Es war die Pflicht des OB, den zahlreichen Hinweisen nachzugehen und ernsthaft zu versuchen, die Vorgänge aufzuklären. Das Überwachungsergebnis, gleichgültig, ob es die Vorwürfe bestätigen oder entkräften wird, ermöglicht einen dringend nötigen Neuanfang", fordert Schuberth.