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Sitzung am Donnerstag
Neue Einkaufsmärkte sind ein Thema

Um bauliche Großprojekte geht es in der Ausschusssitzung morgen: unter anderem um die Neugestaltung der Eisenbahnstraße und einen Elektrofachmarkt in der Saarbrücker Straße. 
Um bauliche Großprojekte geht es in der Ausschusssitzung morgen: unter anderem um die Neugestaltung der Eisenbahnstraße und einen Elektrofachmarkt in der Saarbrücker Straße.  FOTO: dpa / Lino Mirgeler
Homburg. Zweibrückens Windradpläne, die Umgestaltung der Eisenbahnstraße, ein Elektrofachmarkt, ein Einkaufsmarkt und Parkplätze: Der Bau- und Umweltausschuss hat morgen einiges abzuarbeiten. Von Ulrike Stumm

Es sind etliche große Brocken, die der Bau- und Umweltausschuss in seiner nächsten Sitzung morgen im Homburger Rathaus, Am Forum, abzuhandeln hat. Das vermutlich baulich tatsächlich höchste Projekt im wahrsten Wortsinn sind dabei wohl die Windradpläne der Stadt Zweibrücken. Die stoßen auf nicht so viel Gegenliebe. Die Ortsräte Kirrberg und Einöd haben sie bereits abgelehnt (wir berichteten), nun könnte der Bau- und Umweltausschuss dies ebenfalls tun. Unmittelbare Auswirkungen hätte dies allerdings nicht, es würde jedoch in den Abwägungsprozess mit einbezogen, teilte Linda Barth von der Stadt-Pressestelle auf Anfrage mit.

Grundsätzlich geht es darum, dass Zweibrücken mit dem Teilflächennutzungsplan „Windenergie“, die Windenergie in seinem Stadtgebiet räumlich steuern möchte. Der Bereich „Auf der weißen Trisch“ soll als Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Windenergienutzung“ dargestellt werden, so erläuterte es die Stadt Homburg. Deren Vertreter hatten bei der Ortsratssitzung in Kirrberg davon gesprochen, dass auf Zweibrücker Seite bis zu fünf Windräder aufgestellt werden könnten, vermutlich aber weniger, berichtete Ortsvorsteher Manuel Diehl. Im Moment geht es allerdings noch um den Teilflächennutzungsplan. Auf der Homburger Seite der weißen Trisch, dem Höhenzug oberhalb von Einöd, stehen bekanntlich vier Windräder. Noch bis Freitag, 30. November, kann die Öffentlichkeit Stellungnahmen bei der Stadt Zweibrücken abgeben.

Ein weiteres Vorhaben, über das der Bauausschuss abstimmen soll, ist der Neubau eines Elektrofachmarktes in der Saarbrücker Straße 108. Vorgesehen sei ein eingeschossiger Kubus mit Flachdach, heißt es dazu in den Unterlagen. Es handele sich dort um ein Mischgebiet. Ein Markt mit einer Verkaufsfläche unter 800 Quadratmetern und einer Geschossfläche von weniger als 1200 Quadratmetern sei grundsätzlich in so einem Gebiet zulässig. In diesem Markt soll weiße Ware – große Elektrohaushaltsgeräte und Elektroinstallationsmaterial – angeboten werden. Es handele sich nicht um innenstadtrelevante Waren, hieß es. Es seien bereits Gutachten zu Auswirkungen auf die Verkehrssituation und zum Innenstadtsortiment gemacht worden, führte Linda Barth aus. Insgesamt stehen hier dann etwa 105 Parkplätze zur Verfügung, im Moment gebe es 46, so die Vorlage; die vorhandenen seien nur über die Saarbrücker Straße erreichbar. Die neue Anbindung soll auch über die Beeder Straße möglich sein. Sagt der Ausschuss Ja, dann gehe das Prozedere hier weiter, mit der Baugenehmigung, so Barth.



Gesprochen wird darüber hinaus darüber, wie der Bereich Kaiserslauterer Straße 43 in Bruchhof genutzt werden soll, ehemals Sitz eines Autohändlers. Geplant ist hier laut den Sitzungsunterlagen ein Nahversorgungsstandort für Bruchhof und Sanddorf. Die Gebäude auf dem 8800 Quadratmeter große Grundstück sollen vollständig verschwinden. Die Zufahrt neben der Tankstelle soll erhalten bleiben, zusätzlich ist ein Fußweg von der vorgelagerten Bushaltestelle aus geplant. Entstehen sollen ein Lebensmittelmarkt mit maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Auf dem anderen Grundstücksteil soll vorzugsweise ein Getränkemarkt angesiedelt werden, alternativ ein Fachmarkt; daran angeschlossen: eine Fläche für Gastronomie. Zwischen den beiden Gebäuden sind rund 90 Parkplätze geplant.

Auch Unterrichtungen stehen bei der Sitzung des Ausschusses an. So will die Fraktion der Linken von der Stadtverwaltung mehr darüber wissen, warum 56 vormals freie Parkplätze, nun nur zeitlich begrenzt genutzt werden können. Geregelt wird das über Parkscheiben in den Autos. Es handele sich dabei um Stellflächen, die hinter der Kaiserstraße 19 bis 21 zur Schillerstraße hin zu finden sind, informierte Barbara Spaniol von den Linken. Es habe massive Proteste der Anwohner gegeben, die Schwierigkeiten hätten, Plätze zu finden, auf denen sie ihre Autos auch für einen längeren Zeitraum abstellen könnten. Es würden auch Strafzettel für Parkzeit-Überschreitung verteilt.

Die Regelung gelte bereits seit etwa einem Jahr, so Linda Barth von der Stadt-Pressestelle. Die Parkfläche in der Schillerstraße, die an der rückwärtigen Seite eines großen Geschäfts- und Wohngebäudes an der Kaiserstraße liegt, sie früher vermietet gewesen. Der Mieter habe den Platz öffentlich zugänglich gemacht. Als dann die Stadt wieder Eigentümerin geworden sei, wurde das Parken auf diesem Platz, so wie auf den meisten anderen Parkflächen in Homburg auch, zeitlich limitiert.

Eine wiederum andere Baustelle, über die der Ausschuss lediglich informiert wird, liegt in der Uhlandstraße/Talstraße. Die Kreissparkasse Saarpfalz möchte hier ein stark sanierungsbedürftiges Gebäude zum Teil abreißen und die oberen beiden Geschosse neu aufbauen.

Infos gibt es zudem für die Ausschussmitglieder zu den Bauarbeiten in der Innenstadt ab Mitte Januar. In der oberen Eisenbahnstraße vom Marktplatz bis zur Talstraße müssen Versorgungsleitungen erneuert und neu verlegt werden. Damit verbunden ist eine Neugestaltung des Straßenabschnittes (wir berichteten). Für Bürger, die hier mehr wissen möchten, gibt es am Montag, 10. Dezember, um 19.30 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses, einen Infoabend.

Der Bau- und Umweltausschuss kommt morgen, am Donnerstag, 29. November, um 18 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Homburger Rathauses, Am Forum, zusammen.

Auch die Windrad-Pläne der Stadt Zweibrücken werden im Auschuss behandelt.
Auch die Windrad-Pläne der Stadt Zweibrücken werden im Auschuss behandelt. FOTO: picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte
Ein Thema: Auf 56 ehemals freien Parkplätzen braucht man mittlerweile eine Parkscheibe.
Ein Thema: Auf 56 ehemals freien Parkplätzen braucht man mittlerweile eine Parkscheibe. FOTO: dpa-tmn / Franziska Gabbert