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Mehrere Filialen sind betroffen
Wieder ein Wechsel beim Innenstadt-Café

 So sah es aus, als im vergangenen Dezember aus dem Café Ecker langsam das Dolce wurde. Nun steht erneut ein Wechsel bevor.
So sah es aus, als im vergangenen Dezember aus dem Café Ecker langsam das Dolce wurde. Nun steht erneut ein Wechsel bevor. FOTO: Ulrike Stumm
Homburg. Es war vor knapp einem Jahr für die Kunden des Cafés in der Homburger Talstraße eine böse Überraschung, als der Laden plötzlich schloss. Das dauerte allerdings nur wenige Tage, dann eröffnete das ehemalige Café Ecker wieder unter neuer Leitung. Von Ulrike Stumm

Übernommen wurde es da von der Conrad-Gruppe („Dolce“), beheimatet in Münchwies. Damals war der Betreiber Edeka auf Geschäftsführer Tim Conrad kurzfristig zugekommen. Nun steht dem Café erneut ein Wechsel bevor. Diesmal ist es die Barbarossa Bäckerei mit Hauptsitz in Kaiserslautern, die hier übernehmen wird. Betroffen sind, wie das Unternehmen mitteilt, noch weitere Filialen. Insgesamt sind es sechs. Neben den drei in Homburg in der Talstraße, der Zweibrücker und der Saarbrücker Straße sind auch diejenigen in Bexbach sowie im rheinland-pfälzischen Zweibrücken und Ramstein-Miesenbach betroffen. Der Wechsel soll nach und nach ab dem 1. Dezember erfolgen, zunächst in Bexbach. Dabei werde hier künftig das Sortiment des Betriebs aus Kaiserslautern angeboten, ergänzt durch die Konditorei- und Konfiserie-Produkte der Familie Conrad. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filialen würden übernommen. Es sei die gleiche Personalstärke vorgesehen, hieß es auf Nachfrage von Barbarossa. Das Unternehmen betont auch: Es handele sich um eine „freundschaftliche Kooperation“. Die Geschäftsführer der beiden Unternehmen, Tim Conrad und Rolf Landry, seien befreundet und hätten über diesen Schritt bereits länger gesprochen. Der Conrad-Standort in Neunkirchen-Münchwies werde zu einem „modernen Lieferbetrieb“ ausgebaut. Tim Conrad als Unternehmer und Melanie Conrad als Konditorin/Bäckermeisterin und kreativer Kopf sehen hier einen großen Bedarf, vor allem im Großkundenbereich, hieß es in einer gemeinsamen Presseerklärung. „Die Partnerschaft ermöglicht uns, das Sortiment, den Kundenwünschen entsprechend, auszuweiten.“

Auch optisch werden sich die jetzigen Noch-Dolce-Filialen voraussichtlich etwas verändern. Dazu werde üblicherweise jede einzeln betrachtet, hieß es vom neuen Betreiber. Es könne auch sein, dass durch die Umstellung die ein oder andere Filiale einmal ein bis zwei Tage geschlossen werde. Doch starte man ja nicht zum 1. Dezember mit einem Paukenschlag, man werde vielmehr sukzessive umstellen, in aller Ruhe.

Das Homburger Innenstadtcafé war 1968 eröffnet worden, dahinter stand Hans Ecker, der das Bäckerhaus Ecker 1949 gegründet hatte. Als sich die Familie dann vor acht Jahren aus dem Betrieb zurückzog und verkaufte, war das Bäckerhaus im Jahr 2010 Teil der K&U-Familie geworden. K&U sind die Backbetriebe der Edeka Südwest.