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Wanderung
Auf Schusters Rappen durch das untere Bliestal

Der alte Brauereikeller in Walsheim ist am Samstag, 12. Mai, der Ausgangspunkt einer etwa zehn Kilometer langen Wandertour mit Landrat Theophil Gallo.
Der alte Brauereikeller in Walsheim ist am Samstag, 12. Mai, der Ausgangspunkt einer etwa zehn Kilometer langen Wandertour mit Landrat Theophil Gallo. FOTO: Wolfgang Henn
Homburg/Walsheim. Am Samstag, 12. Mai, geht Landrat Theophil Gallo wieder auf Wanderschaft durch den Landkreis. Start ist in Walsheim.

(red) Die dritte Wanderung mit Landrat Theophil Gallo im Jubiläumsjahr „200 Jahre Landkreis“  startet am Samstag, 12. Mai, um 10 Uhr im unteren Bliestal, genauer gesamt am Gewölbekeller der ehemaligen Brauerei in Walsheim in der Brauereistraße 2. Gemeinsam mit Bürgermeisder Alexander Rubeck wird Landrat  Gallo rund zehn Kilometer in und um Walsheim wandern.

Der Ortsteil von Gersheim hatte in den vergangenen 200 Jahren eine wechselvolle Geschichte: vom kleinen Bauerndorf zum Standort einer Brauerei bis heute zu einem attraktiven Wohnort mit hoher Erholungsqualität, eigenem Schwimmbad mit Campingplatz und Standort vom Haus Sonne, einer Einrichtung der Behindertenhilfe auf anthroposophischer Grundlage, wie es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung weiter heißt.  Walsheim war in der bayrischen Zeit der Standort einer Brauerei von Weltruf: der Walsheim-Brauerei, von der heute nur noch der Gewölbekeller übrig geblieben ist, der unter Denkmalschutz steht.

Ortsvorsteher Michael Thomann wird der Wandergruppe den Gewölbekeller mit seiner interessanten Geschichte zu Beginn der Wanderung vorstellen. Die Walsheimer Brauerei spiegelte sogar die bayrische Zugehörigkeit in ihrem Namen, sie hieß um die Jahrhundertwende „Bayerische Brauereigesellschaft vorm. Schmidt und Guttenberger“ und war eine Aktiengesellschaft. Bereits 1870 wurde Bier aus Walsheim in der Weltstadt Paris ausgeschenkt.



Vom Walsheimer Brauereikeller startet die Wanderung Richtung Ortsmitte, vorbei an der Evangelischen Kirche mit ihrem quadratischen Turm, die in ihren Ursprüngen bis ins Mittelalter zurückreicht (12. Jahrhundert) sowie der katholischen Kirche St. Pirminius, die aus bayrischer Zeit stammt, zum sogenannten „Duppstein“. Er bildet sozusagen den Ortskern von Walsheim, bei ihm handelt es sich um einen unregelmäßig porösen Kalktuff mit Einschlüssen von Landschnecken und Pflanzenresten, dessen Alter höchstens 10 000 Jahre beträgt. Zum Vergleich: die umliegenden Muschelkalkvorkommen sind vor über 200 Millionen Jahren entstanden. Gleich alt und aus gleichem Gestein wie der Duppstein ist zum Beispiel die Tropfsteinhöhle in Niedaltdorf.

Die Wanderstrecke führt anschließend über den Talweg aus dem Ort Richtung Buchwald und weiter durch den Kammersrech-Wald auf die alte „Duser-Straße“, die hier auch Jakobsweg von Hornbach nach Metz ist. Früher transportierten hier die Römer das Salz aus dem lothringischen Dieuze und Marsal Richtung Rheintal nach Mainz und Worms, heute genießen Pilger, Wanderer und Radler die tollen Fernblicke. Am kleinen Rastplatz „Vogesenblick“ kann man die Aussicht in die nahegelegene „Parr“, eine im Volksmund übliche Bezeichnung für die Landschaft zwischen Bickenalb und Blies mit seinen Orten Medelsheim, Seyweiler, Peppenkum und Utweiler und darüber hinaus in die Vogesen genießen. Ein kurzes Stück führt die Strecke auch über den Kreuzrundwanderweg von Medelsheim mit sehenswerten Feldkreuzen aus den unterschiedlichsten Zeitepochen.

Anschließend führt die Tour wieder hinab ins Tal des Hetschenbachs zurück nach Walsheim mit einem schönen Ausblick auf den Ort. Für die circa zehn Kilometer lange Wanderung wird festes Schuhwerk empfohlen, da auch einige unbefestigte Wege gegangen werden.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollten sich die Interessierten bei der Saarpfalz-Touristik anmelden, Adresse: Paradeplatz 4, Blieskastel, Telefon (0 68 41) 1 04 71 74, E-Mail: touristik@
saarpfalz-kreis.de.