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Cross against cancer
Anmelden für den Lauf gegen Krebs

Das Organisationsteam (von links) Ela Lewicki, Susanne Sonntag, neu im Team: Melanie Scheer, Dr. Maria Cacacciola-Ketter, Heike Graf-Ecker, Carina Krämer, Karin Menzel-Schmits, Dr. Astrid Tschiersch-Pfreundschuh und Sonja Junkes.
Das Organisationsteam (von links) Ela Lewicki, Susanne Sonntag, neu im Team: Melanie Scheer, Dr. Maria Cacacciola-Ketter, Heike Graf-Ecker, Carina Krämer, Karin Menzel-Schmits, Dr. Astrid Tschiersch-Pfreundschuh und Sonja Junkes. FOTO: Armin Krämer
Homburg. Am 16. September startet um 10 Uhr der vierte Lauf „Cross against Cancer“. Der Hauptlauf ist 17 Kilometer lang. red

(red/maa) Am Sonntag, 16. September, ist es wieder so weit, dann startet um 10 Uhr der vierte Lauf gegen den Krebs, „Cross against Cancer“ genannt. Der Benefizlauf führt vom Homburger Waldstadion durch die Wälder rund um Karlsberg und Schlossberg, wie bereits im vergangenen Jahr wird der Zieleinlauf vor der großen Haupttribüne im Stadion stattfinden, wo vermutlich wieder viele Zuschauer die Läufer begeistert empfangen werden.

Der Hauptlauf führt über eine Distanz von 17 Kilometer, hier sind insgesamt 650 Höhenmeter zu bewältigen. Diese anspruchsvolle, aber landschaftlich sehr attraktive Strecke führt über den Schlossberg zum Karlsberg, vorbei an den Ruinen der Hohenburg und durch den Landschaftspark Karlslust mit Orangerie, Bärenzwinger und Schwanenweiher. Zurück laufen die Teilnehmer dann durch das idyllische Lambsbachtal, vorbei an der Ruine Meerburg und dem Fischweiher Kirrberg. An der Strecke gibt es insgesamt vier Verpflegungsstellen.

Von wem kam eigentlich die Idee eines Laufs? Und was soll er bewirken? Der Verein „Miteinander gegen Krebs“, gegründet vor drei Jahren von acht laufbegeisterten Frauen aus Kirrberg, hat ein Thema des griechischen Arztes Hippokrates zum Anlass genommen, den Lauf ins Leben zu rufen: Hippokrates (460-463 n. Chr.) habe schon vor 2500 Jahren gewusst: „Wenn wir jedem Individuum das richtige Maß an Nahrung und Bewegung zukommen lassen könnten, hätten wir den sichersten Weg zur Gesundung gefunden.“



Das, so die acht Läuferinnen, sei ihr Motto von Anfang an gewesen. Sie hätten es sich allerdings bei der ersten Auflage im Jahr 2015 nicht träumen lassen, dass aus der „Kaffeekränzchen-Idee“ innerhalb von drei Jahren eine der größten Laufveranstaltungen im Saarland entstehen würde.

Umso mehr freuen sich die Veranstalterinnen daher auf die vierte Auflage des „Cross against Cancer“ und hoffen darauf, die Zahl der Teilnehmer nochmals steigern zu können, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Die Wirkung von Sport bei Krebspatienten wird seit einigen Jahren vermehrt auch in klinischen Studien untersucht. Die positive Resonanz bei der Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe „Brustkrebs-Saarpfalz“ Anfang 2018 und der seither regelmäßige - auch persönliche- Austausch mit dieser Gruppe von betroffenen Frauen habe schlussendlich den Anstoß gegeben, in diese Richtung tätig zu werden. Auch der im März in der Reihe „Fragen an die Experten“ veranstaltete Vortrag zum Thema „Die Macht der Bewegung – Körperliche Aktivität bei Krebs“ bestärkte diesen Wunsch.

Der Erlös des Spendenlaufs soll deshalb dazu dienen, eine Studie der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum in Homburg mitzufinanzieren.

Nachgewiesen werden soll, dass Brustkrebspatientinnen eine spürbar deutliche - und auch durch medizinische Kontrolluntersuchungen nachweisbare - Verbesserung ihres Allgemeinzustandes erfahren, wenn sie sich unter Anleitung regelmäßig bewegen. Partner für diese Studie wird die Laufschule Saarpfalz unter der Leitung von Bernd Neuhardt sein, der Leiter der Klinik, Professor Franz Solomayer, wird das Ärzteteam zusammenstellen.

Die Zehn-Kilometer-Läufer laufen die erste Etappe der gleichen Strecke, werden dann ab dem Schlossberg (dort befindet sich auch eine Verpflegungsstelle) auf den Rückweg zum Stadion geschickt; durch einen wunderschönen Buchenwald erreichen sie die ausgebrannte Eiche und laufen von dort Richtung Ziel. Die Fünf-Kilometer-Strecke führt in einer Schleife durch den Wald oberhalb des Stadions; Alle Streckenpläne und Höhenprofile sind auf der Homepage des Vereins hinterlegt.

Die Veranstalter freuen sich insbesondere auch wieder sehr auf Teilnehmer, die Spendenrunden im Waldstadion laufen, um die gute Sache zu unterstützen. Auch in diesem Jahr konnte ein Partner für das zusätzliche Sponsoring der Spendenrunden gewonnen werden. Die Starter in diesem Wettbewerb zahlen wie alle anderen Teilnehmer die Startgebühr (je Teilnehmer zehn Euro auf allen Strecken); Ein Möbelhaus aus Kaiserslautern wird für jede gelaufene Runde zusätzlich einen Sponsoring-Betrag an Miteinander-gegen-Krebs spenden. In den Laufwettbewerben werden die drei Erstplatzierten prämiert, außerdem wird auch in diesem Jahr die teilnehmerstärkste Gruppe einen Sonderpreis erhalten. Beim Wettbewerb 5 Kilometer Nordic-Walking werden die älteste Teilnehmerin und der älteste Teilnehmer belohnt.

Bereits seit 2016 ist die Laufschule Saarpfalz als Partner von „Miteinander gegen Krebs“ engagiert, die Aktion „von 0 auf 5“, so heißt das Lauftraining zur gezielten Vorbereitung auf den Cross against Cancer, läuft bereits seit Ende Juni mit einer Teilnehmerzahl von etwa 40 Personen. Neu wird in diesem Jahr eine „Laufschulen-Sport-Challenge“ sein, mit dieser Aktion will das Team um Bernd Neuhardt am weitere Spenden sammeln. Weitere Informationen über den Verein und die Veranstaltung findet man auf der Homepage.

Der Lauf Cross against Cancer ist innerhalb weniger Jahre zu einer Riesenveranstaltung geworden. Hier ein Foto vom vergangenen Jahr, als 1450 Läuferinnen und Läufer gemeldet waren
Der Lauf Cross against Cancer ist innerhalb weniger Jahre zu einer Riesenveranstaltung geworden. Hier ein Foto vom vergangenen Jahr, als 1450 Läuferinnen und Läufer gemeldet waren FOTO: Markus Hagen