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Am Zunderbaum kann's losgehen

Homburg. "Es ist wichtig, dass wir Anfragen aus der Wirtschaft nach Flächen positiv beantworten können. Der Standort Saarland muss ertüchtigt und die Wirtschaftskraft des Saarlandes muss gestärkt werden. Denn alles, was das Saarland stärker macht, wird dazu führen, dass das Saarland in seiner Selbstständigkeit erhalten bleibt Von Merkur-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Homburg. "Es ist wichtig, dass wir Anfragen aus der Wirtschaft nach Flächen positiv beantworten können. Der Standort Saarland muss ertüchtigt und die Wirtschaftskraft des Saarlandes muss gestärkt werden. Denn alles, was das Saarland stärker macht, wird dazu führen, dass das Saarland in seiner Selbstständigkeit erhalten bleibt." Homburgs Bürgermeister Klaus Roth (CDU) gab dem offiziellen Startschusses zur Konversion des früheren Bundeswehrdepots Zunderbaum an der B423 gestern mit dieser Einschätzung deutliches Gewicht. Und das kommt wohl nicht von ungefähr, ist das Areal mit seinen 45 Hektar aktuell die zweitgrößte Fläche, die das Saarland im Zuge des Masterplans Industrieflächen in naher oder fernerer Zukunft verfügbar machen will.Nun also soll es los gehen, in geschätzt vier Wochen, so Thomas Schuck, Geschäftsführer der SHS Strukturholding Saar GmbH, werden die Abriss-Bagger rollen. "Zurzeit ist geplant, die Abbrucharbeiten im Frühjahr 2013 abzuschließen, um das Gebiet dann neu zu erschließen. Die Planungen für die Erschließung laufen. Diese umfassen unter anderem den Neubau von Regen- und Schmutzwasserkanälen sowie die Ergänzung der gesamten Versorgungsinfrastruktur. Je nach Fortgang der Neuerschließung und Art der neu anzusiedelnden Betriebe können die ersten neuen Betriebsgebäude ab Ende 2013 errichtet werden", so Thorsten Bischoff, Pressesprecher des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, in einer Presseerklärung. "Die Gesamtkosten für die Umwandlung betragen insgesamt rund 21,83 Millionen Euro. Davon trägt das Land einen Anteil von 2,78 Millionen, die Saarland Bau und Boden investiert rund 3,97 Millionen und die Europäische Union schießt 6,28 Millionen Euro zu. Die restlichen 8,6 Millionen Euro werden über Einnahmen durch Grundstücksverkäufe finanziert."

Für Homburg, und darauf wies Bürgermeister Klaus Roth anlässlich einer eigens auf dem Gelände des Zunderbaums anberaumten Pressekonferenz in Gegenwart von Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke hin, bedeutet die endgültige Erschließung des Zunderbaums vor allem eine Herausforderung für die Regelung des Verkehrsflusses dort. Dabei wiederholte Roth die Notwendigkeit eines Ausbau des Autobahnanschlusses an die A 6 auf "drei Ohren". Roth machte klar, dass "diese Lösung von den Planern auf Basis eines zusätzlichen Autobahnanschlusses Homburg-Ost erarbeitet wurde. Von diesem Anschluss sind wir natürlich auf der Zeitschiene noch weit entfernt. Nichts desto Trotz dürfen wir ihn nicht aus dem Auge verlieren."

Auf einen Blick

Mit einem Gesamtvolumen von knapp 22 Millionen Euro soll nun das frühere Bundeswehrdepot Zunderbaum endgültig zur Industriefläche umgewandelt werden. Geht alles nach Plan, so könnten ab Ende 2013 die ersten Unternehmen ihre neuen Betriebsgebäude errichten. Aktuell soll in vier Wochen mit den Abrissarbeiten des bestehenden Bestands begonnen werden. thw