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Als Homburg noch in Bayern lag

 Das bayerische Wappen am Homburger Rathaus. Foto: SPK
Das bayerische Wappen am Homburger Rathaus. Foto: SPK
Homburg. Mehr als 100 Jahre lang - von 1816 bis 1920 - war die Saarpfalz ein Teil des Königreichs Bayern. Lange zuvor hatten die Wittelsbacher der Linie Pfalz-Zweibrücken als Herzöge die Region geprägt und 1806 mit dem unter anderem in Jägersburg aufgewachsenen Maximilian Joseph sogar den ersten bayerischen König gestellt

Homburg. Mehr als 100 Jahre lang - von 1816 bis 1920 - war die Saarpfalz ein Teil des Königreichs Bayern. Lange zuvor hatten die Wittelsbacher der Linie Pfalz-Zweibrücken als Herzöge die Region geprägt und 1806 mit dem unter anderem in Jägersburg aufgewachsenen Maximilian Joseph sogar den ersten bayerischen König gestellt.Vor diesem Hintergrund lädt nun der Themenrundgang "Goldene weiß-blaue Zeiten" dazu ein, sich auf eine spannende Spurensuche durch das "königlich-bayerische Homburg" zu begeben. Diese bezieht die auf dem Karlsberg veranstalteten Hochzeitsfeierlichkeiten Maximilian Josephs ebenso ein, wie den von Siebenpfeiffer und Wirth getragenen "Vormärz", die Deutsche Revolution von 1848/49 sowie Homburgs keineswegs zufälligen Aufstieg zum nach wie vor bedeutenden Industrie- und Medizinstandort. Weitere Themen sind die planmäßige, von Bauamtmann Hussong projektierte Stadterweiterung, der Deutsch-Französische Krieg - er ließ Homburg im August 1870 zum Hauptquartier "der Gründer des Reiches" werden - sowie die damalige Auswanderungswelle nach Amerika.

Als roter Faden dient bei all dem der erste, 1912 erschienene Reiseführer durch Homburg, der zu erstaunlich zahlreichen, nach wie vor existierenden Plätzen und Gebäuden aus "königlich-bayerischer" Zeit führt und hierbei die Jahrzehnte zwischen Gründerzeit und Erstem Weltkrieg lebendig werden lässt, deren Impulse in der Saarpfalz nach wie vor gegenwärtig sind. Im Rahmen des Themenspaziergangs "Goldene weiß-blaue Zeiten" ist ein Besuch der aktuell in der Galerie Artificium gezeigten Sonderausstellung "Homburg, wie es früher einmal war …" vorgesehen. Dort - in einem ebenfalls aus "königlich-bayerischer" Zeit stammenden Gebäude - wird Martina Metzger anhand ausgewählter Exponate aus der Sammlung Weidig ein anschauliches Panorama Homburger Lebenswelten um 1900 vermitteln.

Der von der Saarpfalz-Touristik angebotene Themenspaziergang "Goldene weiß-blaue Zeiten - Auf Entdeckungstour durch das königlich-bayerische Homburg" findet am Samstag, 13. August, statt. Treffpunkt ist um zehn Uhr der "Freiheitsbrunnen" in der Fußgängerzone (Am Rondell, Ecke Kaiserstraße/Eisenbahnstraße). Teilnahmebeitrag: fünf Euro. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Passend zum Thema besteht im Anschluss Gelegenheit, im "Wirtshaus zum Heurigen", Schanzstraße 1, pfälzisch-bayerische "Schmankerln" zu genießen. Dafür sollte man reservieren: Tel. (0 68 41) 9 94 48 34 oder unter (0 68 41) 9 23 70. red



Auf einen Blick

Die Sonderausstellung "Homburg, wie es früher einmal war …", die zudem Schwarz-Weiß-Fotografien von Klaus Ermer präsentiert, ist bis einschließlich 11. September in der Galerie Artificium, Kanalstraße 9, zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: dienstags, donnerstags und freitags von 13 bis 18 Uhr, mittwochs von 11 bis 18 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr. Am Stadtfestsonntag, 11. September, ist die Galerie von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Informationen hierzu telefonisch unter (0 68 41) 9 24 65 91. red