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Alexander Funk zieht's nach Berlin

Bexbach. Alexander Funk sieht dem kommenden Donnerstag mit einer gewissen Spannung entgegen: Dann nominiert der CDU-Kreisverband Saarpfalz in der Blieskasteler Bliesgau-Festhalle den Direktkandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr Von Merkur-Mitarbeiter Ralph Schäfer

Bexbach. Alexander Funk sieht dem kommenden Donnerstag mit einer gewissen Spannung entgegen: Dann nominiert der CDU-Kreisverband Saarpfalz in der Blieskasteler Bliesgau-Festhalle den Direktkandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr. "Ich bewerbe mich im Wahlkreis 299 um das Direktmandat für den Deutschen Bundestag", kündigte der Landtagsabgeordnete und Bexbacher Stadtverbandsvorsitzende gestern im Gespräch mit unserer Zeitung an. Er geht davon aus, am Donnerstag nominiert zu werden, denn "es hat sich noch niemand gemeldet, der sonst Interesse hat." Die endgültige Entscheidung, wer gegen SPD-Frau Astrid Klug antritt, fällt dann Anfang Februar auf der Vertreterversammlung des Wahlkreises 299, der sich aus dem gesamten Saarpfalz-Kreis, der Stadt Neunkirchen, der Gemeinde Spiesen-Elversberg und Teilen von Saarbrücken-Land zusammensetzt. "Die Wahlkreis-Vertreterversammlung entscheidet autark, aber die anderen haben signalisiert, keinen Bewerber zu benennen, so dass davon auszugehen ist, dass der am Donnerstag Nominierte auch gewählt wird", so Funk. Würde er gegen die Staatssekretärin im Bundes-Umweltministerium, Astrid Klug, antreten, weiß Funk um die Schwere der Aufgabe: "Die CDU hat seit 40 Jahren das Direktmandat in diesem Wahlkreis nicht gewonnen. Das Rennen gegen Astrid Klug wird schwierig, aber machbar. Ich rechne mir Chancen aus", sagte der Diplom-Kaufmann, der in Saarbrücken Betriebswirtschaft studiert hat. Er würde das Projekt Bundestag offensiv angehen: "Ich will das Mandat gewinnen." Wichtig ist dem gebürtigen Neunkircher, der mit sechs Jahren nach Bexbach kam und auch für den Landtag kandidiert: "Egal ob Bundestag oder Landtag, im Bexbacher Stadtrat werde ich bleiben."Wenn Berlin wahr werden würde, hat Funk konkrete Vorstellungen von seiner Arbeit dort: "Ich bin arbeitsmarktpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und habe mich jetzt schon mit vielen Fragen zu beschäftigen, die Berlin betreffen. Es wäre interessant, das vor Ort tun zu können." Ein Wunsch wäre die Mitarbeit im Haushalts- und Finanzausschuss, "aber da muss man sich als möglicher Neuling hinten anstellen". Im Falle seiner Wahl würde er einen klaren Schwerpunkt auf verstärkte Wahlkreisarbeit setzen.