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Ärger über hohe Parkgebühren

 Seit kurzem ist die Parkdauer auf dem neuen städtischen Parkplatz auf dem Gelände der früheren Bahnmeisterei am Hauptbahnhof nur noch auf zwei Stunden begrenzt. Foto: Thorsten Wolf
Seit kurzem ist die Parkdauer auf dem neuen städtischen Parkplatz auf dem Gelände der früheren Bahnmeisterei am Hauptbahnhof nur noch auf zwei Stunden begrenzt. Foto: Thorsten Wolf
Homburg. Die Parkplatz-Situation am Homburger Hauptbahnhof ist vielen Bürgern schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Der Vorwurf an den privaten Betreiber, der im Auftrag der Bahn AG den Parkplatz bewirtschaftet, ist seit jeher der selbe: zu hohe Preise Und wer auch nur für ein paar Minuten nicht bezahlt, dem droht ein saftiger Strafzettel Von Merkur-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Homburg. Die Parkplatz-Situation am Homburger Hauptbahnhof ist vielen Bürgern schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Der Vorwurf an den privaten Betreiber, der im Auftrag der Bahn AG den Parkplatz bewirtschaftet, ist seit jeher der selbe: zu hohe Preise Und wer auch nur für ein paar Minuten nicht bezahlt, dem droht ein saftiger Strafzettel. In der Vergangenheit hatte die Stadt Homburg nach deutlich hörbaren Beschwerden aus der Bürgerschaft versucht, die Situation im Dialog mit dem Betreiber zu entspannen - ohne Erfolg. Nun ist die Verwaltung selbst tätig geworden und bietet seit kurzem zwei neue Parkmöglichkeiten an: zum einen auf der Fläche der inzwischen abgerissenen alten Bahnmeisterei, zum anderen auf einem Areal zwischen dem alten Postgebäude und dem Möbelhaus Fröhliches M.Doch auch diese Lösung sorgt nicht für ungeteilte Freude. So beschwert sich Carsten Frobin darüber, dass der bislang ohne zeitliche Einschränkungen nutzbare Parkplatz auf der Fläche der früheren Bahnmeisterei nun auf zwei Stunden Parkdauer beschränkt ist. "Für Berufstätige und Pendler sowie für mich als Studenten kommt dieser Parkplatz somit gar nicht in Frage, da die meisten eine längere Arbeitszeit als zwei Stunden haben."

Jürgen Kruthoff, Pressesprecher der Stadt Homburg, präzisierte, konfrontiert mit diesem Vorwurf, die derzeitigen Pläne der Stadt, die Parkplatz-Situation am Homburger Hauptbahnhof zugunsten von Pendlern und Langzeitparkern zu entspannen.

Und eben dem von Carsten Frobin angesprochene Parkplatz kommt dabei nicht die Aufgabe zu, für diesen Nutzerkreis zur Verfügung zu stehen. "Das Parken auf dem neu geschaffenen Parkplatz am Homburger Bahnhof, dort wo die alte Bahnmeisterei abgerissen worden ist, ist aktuell zeitlich begrenzt worden. Nun kann auf dieser Fläche zwar weiterhin kostenlos, allerdings nur noch für zwei Stunden geparkt werden. Die Parkfläche soll damit Nutzern zur Verfügung stehen, die am Bahnhof oder in der Nähe einkaufen, sich mit Fahrkarten versorgen oder jemanden vom Bahnhof abholen oder dort hinbringen möchten."



Als Ausgleich für dieses zeitlich eingeschränkte Angebot ist auf der anderen Seite des Homburger Hauptbahnhofs, auf einer Freifläche zwischen dem alten Postgebäude und dem Fröhlichen M, eine Möglichkeit für Pendler und Dauerparker geschaffen worden, bislang noch kostenlos. Jürgen Kruthoff: "Wenn diese Fläche Anfang April endgültig gestaltet ist, dürfte der Parkraum je nach Planung 84 bis 91 Stellplätze bieten. Diese Plätze sollen durchnummeriert und dauerhaft vermietet werden." Die Detailplanung stünde, so Kruthoff, zwar noch nicht fest, aber ein Stellplatz werde im Monat 15 Euro kosten, pro Jahr (bei einem Monat Mieterlass als Bonus) 165 Euro.

Damit kommt die Stadt den Wünschen vieler nach, aber wohl nicht aller. Carsten Frobin meint: "In Bruchmühlbach-Miesau ist die Parksituation eine ganz andere. Direkt am Bahngelände werden auf beiden Seiten kostenlose Parkplätze zur unbegrenzten Nutzung angeboten."