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30000 Gäste in Schlossberghöhlen

 Die Schlossberghöhlen in Homburg sind einen Ausflug wert. Foto: PM
Die Schlossberghöhlen in Homburg sind einen Ausflug wert. Foto: PM
Homburg. Die Homburger Schlossberghöhlen, die seit Anfang April vergangenen Jahres wieder für das Publikum geöffnet sind, haben in diesem Jahr nicht so viele Besucher angelockt wie 2007. Waren es im vergangenen Jahr noch 37000 Besucher, so waren es in 2008 nur noch rund 30000 Gäste, die in den vergangenen Monaten in die größten Buntsandsteinhöhlen Europas kamen Von Merkur-Mitarbeiter Joachim Schickert

Homburg. Die Homburger Schlossberghöhlen, die seit Anfang April vergangenen Jahres wieder für das Publikum geöffnet sind, haben in diesem Jahr nicht so viele Besucher angelockt wie 2007. Waren es im vergangenen Jahr noch 37000 Besucher, so waren es in 2008 nur noch rund 30000 Gäste, die in den vergangenen Monaten in die größten Buntsandsteinhöhlen Europas kamen.Wie der Geschäftsführer des die Höhlen betreibenden Verkehrsvereins, Peter Emser, gestern im Gespräch mit unsrer Zeitung erklärte, sei die Zahl der Familien, die die Höhlen besuchen, "drastisch zurückgegangen". Dies führe er auf die "wirtschaftlich schwierige Situation" zurück. Ein weiterer Aspekt sei, dass, als die Höhlen im vergangenen Jahr wiedereröffnet wurden, viele Menschen sehen wollten, was sich verändert habe. Diese Anfangseuphorie habe für die guten Besucherzahlen in 2007 gesorgt. Seit der Wiedereröffnung der Höhlen, die im Dezember und Januar geschlossen sind, greifen außerdem verstärkte Sicherheitsvorschriften. Während früher die jährlich rund 50000 Besucher selbstständig durch die Höhlen liefen, gibt es jetzt gewisse Auflagen. So besteht zum Beispiel Helmpflicht, und die Gruppen bis zu 60 Besucher werden von einem Höhlenführer betreut.

Emser blickt allerdings optimistisch in die Zukunft und erwartet, dass im kommenden Jahr wieder mehr Gäste kommen. Um die Attraktivität der Schlossberghöhlen zu erhöhen, plane der Verkehrsverein einige Aktionen. So wolle man im nächsten Jahr unter anderem in Szene setzen, wie ein Wohnraum im Zweiten Weltkrieg in den Höhlen ausgesehen hat und wie Sand im Mittelalter abgebaut wurde. Auch Kindergeburtstage, die früher gerne in den Höhlen gefeiert wurden, sollen wieder aktiviert werden, verspricht Emser. Der zweite Bauabschnitt zur Sanierung des 11. und 12. Stockwerks sowie des Thronsaals solle voraussichtlich in 2009 in Angriff genommen werden. Diese Arbeiten hätten keinen Einfluss auf den Publikumsverkehr.



Hintergrund

Der Satzungszweck des Verkehrsvereins ist die verstärkte Pflege des Erscheinungsbildes von Homburg, die Aufstellung, Durchführung und Betreuung des Kulturprogramms (Theater, Konzerte, Ausstellungen), die Erhaltung und Darstellung kulturell wichtiger Denkmäler und Ereignisse sowie die Unterhaltung und der Betrieb der Schlossberghöhlen. Dem geschäftsführenden Vorstand gehören an: Vorsitzender Richard Weber, stellvertretender Vorsitzender Karlheinz Schöner, Geschäftsführer Peter Emser, Schatzmeister Peter Cervi und Beisitzerin Ursula Richert. ert