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20 Jahre Unterstützung für Familien mit herzkranken Kindern

 Monika Funk, Vorsitzende der Elterninitiative Herzkrankes Kind, übergab im Sommer ein Ultraschallgerät an Professor Abdul-Khaliq, Direktor der Pädiatrischen Kardiologie. Foto: Thorsten Grim/PM
Monika Funk, Vorsitzende der Elterninitiative Herzkrankes Kind, übergab im Sommer ein Ultraschallgerät an Professor Abdul-Khaliq, Direktor der Pädiatrischen Kardiologie. Foto: Thorsten Grim/PM
Homburg. Familien mit herzkranken Kindern zu unterstützen, Ängste abzubauen. Diese Idee bewegte Monika Funk vor 20 Jahren zur Gründung des Vereins Herzkrankes Kind Homburg/Saar. Sie selbst ist betroffene Mutter. Als ihr Sohn vor 20 Jahren in Hannover operiert wurde, lernte sie die dortige Elterninitiative kennen

Homburg. Familien mit herzkranken Kindern zu unterstützen, Ängste abzubauen. Diese Idee bewegte Monika Funk vor 20 Jahren zur Gründung des Vereins Herzkrankes Kind Homburg/Saar. Sie selbst ist betroffene Mutter. Als ihr Sohn vor 20 Jahren in Hannover operiert wurde, lernte sie die dortige Elterninitiative kennen. "Ich war fast zwei Monate dort und fand in der Elterninitiative Unterstützung", erzählt Monika Funk. Deshalb wollte sie auch in Homburg eine solche Initiative ins Leben rufen, um betroffenen Familien mehr Halt zu geben. 1991 gründete sie den Verein. 60 Familien schlossen sich der Elterninitiative an. Bis heute ist diese Zahl enorm gestiegen, 470 betroffene Familien finden Unterstützung und Hilfe im Homburger Verein."Jedes 100. Kind kommt mit einem Herzfehler zur Welt. Früher hatten diese Kinder kaum eine Überlebenschance. Heute kann dank neuer therapeutischer Möglichkeiten die Lebensqualität deutlich verbessert werden", sagt Funk.

Anliegen des Vereins Herzkrankes Kind Homburg/Saar ist es, Eltern und Kinder vor, während und nach Herzoperationen zu begleiten. "Wir unterstützen die Eltern auch bei rechtlichen Problemen, wenn die Krankenkasse zum Beispiel etwas nicht zahlen will", erklärt die Gründerin und Vorsitzende des Vereins Monika Funk.

Zwei Millionen Euro Spendengelder hat der Verein in 20 Jahren aufgetrieben und sinnvoll investiert. "Mit den Spenden kaufen wir unter anderem medizinische Geräte für die Kinderkardiologie und die Kinderherzchirurgie in Homburg und bezahlen zusätzliches Personal", so die Vorsitzende. Ein weiteres Projekt, auf das Funk besonders stolz ist, ist die Einrichtung der "Villa Regenbogen", eine Elternwohnung direkt gegenüber der Frauen- und Kinderklinik in Homburg. "Für die Genesung der Kinder ist es wichtig, dass die Eltern in der Nähe sind. Deshalb haben wir dort eine gemütliche und bunte Wohnung eingerichtet, wo die Eltern Ruhe haben und Kraft tanken können", erzählt Funk. Dieses Angebot ist für die Eltern herzkranker Kinder kostenlos und wird über Spenden finanziert: "Die Kinderkardiologie in Homburg hat ein riesiges Einzugsgebiet. Herzkranke Kinder aus dem gesamten Saarland, der Westpfalz und dem Raum Trier werden hier behandelt." Früher, so Funk, mussten die Eltern sich ein Hotelzimmer mieten, um nahe bei ihren Kindern zu sein: "Das geht natürlich ins Geld. Deshalb sind wir froh, dass wir diese Elternwohnung geschaffen haben." In der Villa Regenbogen und im Verein selbst haben sich viele Freundschaften entwickelt: "Die Eltern sitzen abends oft zusammen, um sich auszutauschen", erzählt die Vorsitzende.



Um das 20-jährige Bestehen der Elterninitiative feierlich zu begehen, lädt der Verein am Sonntag, 25. September, ins Personalkasino im Universitätsklinikum des Saarlandes ein. Los geht's um 13 Uhr mit einem Sektempfang. Schirmherrin der Veranstaltung wird Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sein. bla

"Für die Kinder ist es wichtig, dass die Eltern in der Nähe sind."

Monika Funk