| 22:44 Uhr

Wegen Beihilfe zum Drogenhandel im großen Stil
Haft für Ex-Fußballprofi gefordert

Landau. Ein ehemaliger Bundesligaprofi des VfB Stuttgart soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft Landau wegen Beihilfe zum Drogenhandel im großen Stil zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt werden. Dabei werde eine Verurteilung in Stuttgart einbezogen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Landau, vor dem der Ex-Fußballer angeklagt ist, am Freitag. Für einen Mitangeklagten forderte die Anklagevertretung eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch.

Ein ehemaliger Bundesligaprofi des VfB Stuttgart soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft Landau wegen Beihilfe zum Drogenhandel im großen Stil zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt werden. Dabei werde eine Verurteilung in Stuttgart einbezogen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Landau, vor dem der Ex-Fußballer angeklagt ist, am Freitag. Für einen Mitangeklagten forderte die Anklagevertretung eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung. Die Verteidiger plädierten auf Freispruch.

Die Angeklagten sollen zwischen 2014 und 2015 geholfen haben, Amphetamine und andere Drogen aus den Niederlanden einzuführen und zu verkaufen. Nach Darstellung der Ermittler wurde die Ware unter dem Schlagwort „Chemical Love“ im Internet und Darknet verkauft – einem abgeschotteten Bereich des Internets. Laut Experten war es einer der bundesweit größten Drogen-Webshops. Auch Kokain, Haschisch, LSD und Ecstasy-Pillen sollen verkauft worden sein.

Der Hauptangeklagte – der Sohn des Ex-Fußballers – und zwei weitere Männer sind bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Drogen sollen bei einem der Täter im südpfälzischen Rülzheim gebunkert worden sein.