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Inklusion
Grüne formulieren Schwerpunkt für neues Inklusionsgesetz

Mainz. Das Land als Vorbild bei barrierefreien Gebäuden, mehr Behindertenbeauftragte und eine Landesfachstelle Barrierefreiheit: Das erwartet die grüne Landtagsfraktion in Mainz von dem für 2020 geplanten Landesinklusionsgesetz der Ampel-Regierung.

Zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention seien zudem Anreize für das Lernen der Gebärdensprache dringend notwendig, sagte der Sprecher der Grünen für Inklusion, Daniel Köbler in Mainz.

Dolmetscher für diese visuelle Sprache seien nur schwer zu finden, und es gebe keine Hochschule in Rheinland-Pfalz dafür, sagte er.

Obwohl es Fortschritte bei der Inklusion – dem gemeinsamen Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung – in den Schulen gebe, sei nur etwa jeder zehnte Lehrer dafür ausgebildet. „Es müssen alle sein“, forderte Köbler. Die Schulbaurichtlinie solle so verändert werden, dass auch Platz für kleine Lerngruppen und für Einzelne sowie für pflegerische Unterstützung von Schülern sei.