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Influenza
Grippewelle ebbt ab: Aber es gibt noch viele Kranke

Die Grippewelle hat ihren Höhepunkt überschritten.
Die Grippewelle hat ihren Höhepunkt überschritten. FOTO: Maurizio Gambarini / dpa
Koblenz/Zweibrücken. Tausende Rheinland-Pfälzer hat die Grippe erwischt. Nun geht die Zahl der Neuerkrankungen zwar zurück, aber hoch ist sie immer noch.

(dpa/red) Die heftige Grippewelle ist in Rheinland-Pfalz am Abebben. „Die Zahlen sind jetzt eindeutig rückläufig, aber im Vergleich zu anderen Saisons immer noch auf hohem Niveau“, berichtete das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche rund 1050 neue Fälle gemeldet. Zum Vergleich: Zwei Wochen zuvor auf dem Höhepunkt der Grippewelle waren es noch deutlich mehr als doppelt so viele Meldungen (2551). Die diesjährige Grippesaison gilt mit bisher mehr als 12 400 Fällen als die schwerste seit der Einführung der gesetzlichen Meldepflicht im Jahr 2001. Nicht berücksichtigt sind bei den Zahlen die Erkrankten, die nicht zum Arzt gehen. Wie hoch diese Dunkelziffer ist, konnte das LUA nicht abschätzen. Im vergangenen Jahr, dem bisherigen Rekordjahr, waren insgesamt rund 4500 Menschen erkrankt.

Die höchsten Influenza-Zahlen wiesen in diesem Jahr bislang der Rhein-Lahn-Kreis (913), der Kreis Bad Dürkheim (865) und der Kreis Mainz-Bingen (749) auf.

Auch in Zweibrücken und der Region ist es in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Krankheitsfällen gekommen; so hatte das Nardini-Klinikum in Zweibrücken auf dem Höhepunkt der Grippewelle im Merkur erklärt, es würden 120 Patienten stationär wegen Influenza behandelt. In der Grippesaison 2016/2017 seien es insgesamt, also über die ganze Saison, die von Oktober bis März gehe, lediglich 70 Fälle gewesen.



(dpa)