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Kampfmittelräumdienst kommt mit Schrecken davon
Granatpatrone detoniert Experten bei Abtransport

Der Transporter des Kampfmittelräumdienstes wurde durch die Detonation der Weltkriegsgranate erheblich beschädigt.
Der Transporter des Kampfmittelräumdienstes wurde durch die Detonation der Weltkriegsgranate erheblich beschädigt. FOTO: dpa / Polizei Trier
Laufeld/Trier. Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes kommen bei Zwischenfall mit dem Schrecken davon.

(dpa) Eine Granatpatrone ist beim Abtransport in einem Fahrzeug des Kampfmittelräumdienstes explodiert. Dabei wurde am Donnerstag auf der A 1 bei Laufeld im Landkreis Bernkastel-Wittlich das Fahrzeug zerstört, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zudem wurden zwei Autos in der Nähe beschädigt. Menschen kamen nach Angaben der Aufsichtsbehörde ADD mit Sitz in Trier nicht zu Schaden. Warum das Geschoss hochging, war noch unklar und soll nun untersucht werden. Auch die Höhe des Sachschadens war noch unbekannt.

Die Sprenggranatpatrone, die für eine Panzerabwehrkanone vorgesehen war, war in der Gemeinde Landscheid in den Transporter geladen worden und sollte eigentlich ins Lager des Kampfmittelräumdienstes gebracht werden. Nach ADD-Angaben war sie unbeschädigt, Fachleute hätten sie vor der Fahrt als transportfähig erachtet. Nichtsdestotrotz kam es auf der geschlossenen Ladefläche des Transporters zur Explosion.

Danke des gesicherten Fahrgastraumes kamen die Kampfmittelräumer in dem Wagen mit dem Schrecken davon. „Ich bin unendlich erleichtert, dass keine Personen durch die gestrige Detonation auf der A 1 zu Schaden gekommen sind“, teilte ADD-Präsident Thomas Linnertz mit. Auch die Fahrer der anderen beschädigten Wagen erlitten demnach keinerlei Blessuren.



Bisher habe es in Rheinland-Pfalz glücklicherweise noch keine gravierenden Unfälle im Rahmen der Bombenentschärfung und -räumung gegeben, betonte Linnertz. „Aber dieser Vorfall führt drastisch vor Augen, wie gefährlich, trotz aller Vorsicht, die Arbeit der Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes ist.“

(dpa)