| 22:43 Uhr

Angst vor der Schweinepest
Gibt es zu viele Wildschweine in Rheinland-Pfalz?

Mainz. Eine mögliche weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest beschäftigt auch die Behörden und Politiker in Rheinland-Pfalz. Allerdings ist eine Aufhebung der Schonzeit für Wildschweine, wie sie derzeit in Hamburg angeordnet wird, hierzulande nicht notwendig. Nach Auskunft von Josephine Keller, Sprecherin des Mainzer Forstministeriums, darf Schwarzwild im Rheinland-Pfalz bereits seit 2013 ganzjährig bejagt werden. Ausgenommen davon sind nur Bachen, die abhängige Frischlinge führen.

Eine mögliche weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest beschäftigt auch die Behörden und Politiker in Rheinland-Pfalz. Allerdings ist eine Aufhebung der Schonzeit für Wildschweine, wie sie derzeit in Hamburg angeordnet wird, hierzulande nicht notwendig. Nach Auskunft von Josephine Keller, Sprecherin des Mainzer Forstministeriums, darf Schwarzwild im Rheinland-Pfalz bereits seit 2013 ganzjährig bejagt werden. Ausgenommen davon sind nur Bachen, die abhängige Frischlinge führen.

Seit August vergangenen Jahres sei es Jägern zudem erlaubt, bei der Nachtjagd künstliche Lichtquellen einzusetzen. Es dürften jedoch nur Taschenlampen oder Handscheinwerfer eingesetzt werden, die nicht fest mit der Waffe verbunden seien.

Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagstagsfraktion, Marco Weber, sieht die größte Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest durch Wildschweine. „Sollte sie ankommen, wird das verheerende Folgen haben beziehungsweise unter Umständen dazu führen, dass es Landkreise gibt, wo kein Hausschwein mehr im Stall steht“, sagte er in einem Interview mit dem Radiosender „RPR 1“. Es sei gesetzlich vorgeschrieben, dass in einem infizierten Betrieb alle Schweine gekeult werden müssten, sagte Weber, der selbst Schweinezucht und Schweinemast in der vierten Generation betreibt. Dann gebe es auch keine regionale Vermarktung von Schweinefleisch mehr im Land, sagte Weber. Er sieht im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Erregers auch die Politik in der Pflicht. „Es muss von Seiten der Landesregierung noch mehr getan werden, um die Jägerschaft zu mobilisieren.“



(dpa)