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Gersheim
Die Linke schickt zwei Parteilose ins Rennen

Gersheim. Mit dem 57-jährigen Diplom-Ingenieur Thomas Welsch aus Rubenheim und dem 69-jährigen Rentner aus Herbitzheim, Heinz-Leo Laturell, haben die Gersheimer Linken zwei Parteilose als Spitzenkandidaten zur Gemeinderatswahl aufgestellt. red

Die drei Parteimitglieder Holger Wack, Ines Weisberger und Günter Hittinger folgen auf Platz 3 bis 5 der Liste. „Wir setzen darauf, dass die CDU-Ratsmehrheit gebrochen und somit die Bürgerschaft im Rat wieder mehr repräsentiert wird“, teilen die Kandidaten mit. Die Ratsmehrheit der Bürgermeister-Fraktion der CDU habe die Opposition faktisch zu Statisten degradiert. Es sei wichtig, dass der Rat seine Aufgabe der Kontrolle der Verwaltung und des Verwaltungschefs wahrnehmen kann. Fundamental-Opposition lehnen beide Spitzenkandidaten ab: „In der Kommunalpolitik sollte kein Platz für Parteiengerangel oder parteiinterne Machtkämpfe sein.“ Wechselnde Mehrheiten seien durchaus der richtige Ansatz. Welsch und Laturell wollen ihren „Blick nach vorne richten und nicht über Fehlentwicklungen in der Vergangenheit lamentieren“. Mit den Themen ÖPNV, Seniorenpolitik, Transparenz und Bürgerbeteiligung sowie mit der kritischen Begleitung der Vorgänge um den Steinbruch in Rubenheim setzen beide ihre Schwerpunkte.

Die beiden Spitzenkandidaten stellen fest, dass sie auf kommunaler Ebene zu keiner Partei Berührungsängste haben. „Wir machen Politik nicht nur für die Bürger, sondern insbesondere mit den Bürgern. Direkte Demokratie beginnt dort, wo Bürger sich einmischen.“ Im Rahmen von eigens anberaumten Stammtisch-Terminen wollen sich nach eigenem Bekunden die Kandidaten der Linkspartei für den Gemeinderat den Fragen der Bürgerinnen und Bürger stellen.