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Bliesdalheim
Berufliche Orientierung im Naturschutz

In einer Streuobstwiese gaben (von links) Stefanie Lagaly, Wolfgang Hegmann, Johanna Holz, Lena Noß, Gerhard Mörsch sowie Verbandsvorsteher und Landrat Theophil Gallo einen Einblick ins Freiwillige ökologische Jahr beim Biosphärenzweckverband Bliesgau.
In einer Streuobstwiese gaben (von links) Stefanie Lagaly, Wolfgang Hegmann, Johanna Holz, Lena Noß, Gerhard Mörsch sowie Verbandsvorsteher und Landrat Theophil Gallo einen Einblick ins Freiwillige ökologische Jahr beim Biosphärenzweckverband Bliesgau. FOTO: Hans Hurth
Bliesdalheim. Zwei Abiturientinnen haben beim Biosphären-zweckverband Bliesgau jetzt ein Freiwilliges ökologisches Jahr begonnen. Von Hans Hurth

() Auf einer Streuobstwiese beim Wittbaumhof in Bliesdalheim stellten Gerhard Mörsch und Stefanie Lagaly vom Biosphärenzweckverband Bliesgau zusammen mit dessen Verbandsvorsteher, Landrat Theophil Gallo, zwei neue Absolventen eines freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ) vor.

„Seit acht Jahren bietet der Biosphärenzweckverband Bliesgau, eine von 24 Einsatzstellen im Saarland, jungen Erwachsen die Möglichkeit, ein FÖJ zu absolvieren“, erklärte Theophil Gallo. „Die Teilnehmer versprechen sich einen Einblick in die ,grüne’ Berufswelt rund um Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Ökologie.“ Ab September haben Johanna Holz und Lena Noß, beide 18 Jahre, ihre Stelle – nach dem Abitur an der Marienschule Saarbrücken und am Krebsberg-Gymnasium Neunkirchen – im Bliesgau angetreten. Das FÖJ soll, so Gallo, eine Abwechslung zum Schulalltag darstellen und eine erste berufliche Orientierung geben.

„Ich wollte nicht direkt mit dem Studium anfangen, da ich nicht weiß, in welche Richtung es gehen soll und ich zudem erst noch Erfahrungen im Leben sammeln möchte“, sagte Lena Noß. Die Teilnahme an einem Fernsehdreh zur Streuobsternte, Erfassung von Vorkommen und Verbreitung von Schmetterlingen, Verwaltungsarbeit und die Mithilfe bei der Ernte für den Verein Bliesgau Obst nannte sie als Aufgaben der ersten Wochen. Im Oktober sind die beiden in die Vorbereitungen der Bliesgau-Bio-Brotbox-Aktion eingebunden, danach kümmern sie sich um den Bliesgau-Veranstaltungskalender 2019.



„Ich bin sehr interessiert am Umwelt- und Klimaschutz und finde, dass das Biosphärenreservat Bliesgau eine gute Sache ist“, sagt Johanna Holz. Beide sind mit ihrer Entscheidung, ein FÖJ zu machen, sehr zufrieden und freuen sich auf die kommenden Monate. „Wir können jedem, dessen Zukunft noch ungewiss ist, nur empfehlen, ein Freiwilliges ökologisches Jahr in Erwägung zu ziehen.“ Theophil Gallo stellte heraus, dass es in der Biosphäre Bliesgau derzeit sehr gut laufe. „In den letzte Jahren wurde vieles auf den Weg gebracht, die Bevölkerung ist sensibilisiert im Umgang mit der Natur, die im Bliesgau etwas Wertvolles darstellt und die Jahr für Jahr weiterentwickelt wird“, freute sich der Verbandsvorsteher.

Wolfgang Hegmann vom Verein Bliesgau Obst blickte zurück und erwähnte, dass der Verein für den Neubeginn des Streuobstwiesenanbaus stehe, sich schon im Jahr 2004 für den Biosphärenzweckverband stark gemacht habe und erste Kontaktstation für die Bürger war. „Viele junge Gesichter sind mittlerweile engagiert dabei, auch in der Landwirtschaft setzte ein Umdenken ein“, so Hegmann. „Es gibt mit den Landwirten eine sehr gute Zusammenarbeit und der tolle Ausblick in die blühende Bliesgau-Landschaft zeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.“