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Reinheim
Es klappert im Europäischen Kulturpark

 Pudelwohl fühlt sich das Storchenpaar in seinem Horst im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim.
Pudelwohl fühlt sich das Storchenpaar in seinem Horst im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. FOTO: Walter Veith
Reinheim. Besucher im Kulturpark sorgen sich im Winter oft um die beiden Störche. Doch die Tiere haben bisher die Kälteperioden gut überstanden. Von Wolfgang Degott

Seit fünf Jahren werden im Kulturpark Bliesbruck-Reinheim auf der deutschen Seite Störche beobachtet. Das heute ansässige Paar gehört zur Nachkommenschaft eines Storchenpaares, das sesshaft geworden war und in der Bliesaue überwinterte. Mittlerweile sind 14 Storchküken groß gezogen worden. Wie der Gersheimer Hobby- und Naturfotograf Walter Veith aus Gersheim, ein profunder Kenner der Lebensräume im grenzüberschreitenden Archäologieparkes, mitteilte, seien die Störche derzeit wohlauf, was das vor einigen Tagen aufgenommene Foto des Paares auf ihrem Horst eindrucksvoll dokumentiere.

Seit Jahren beobachtet Veith Meister Adebar mit Fernglas und Kamera, hat auch schon mehrfach in der Zeitung auf das Storchenpaar aufmerksam gemacht. Häufig werde er von Parkbesuchern angesprochen, die sich wegen des plötzlichen Wintereinbruchs mit Minusgraden besorgt nach den beiden Störchen erkundigen. Er erinnert sich daran, dass vor zwei Jahren, etwa zur gleichen Zeit auch eine längere Kälteperiode herrschte, die die beiden Störche damals jedoch gut überstanden hätten. „Entsprechend ihrem körperlichen Zustand können Störche auch mal mehrere Tage ohne Nahrung auskommen. Was sie jedoch täglich brauchen ist die Aufnahme von Wasser. Trotz zugefrorener Teiche oder Seen finden sie derzeit immer noch ausreichend offene Fließgewässer, wie beispielsweise die Blies, wo sie auch auf Nahrungssuche gehen“, so Veith im Gespräch mit unserer Zeitung. Störche seien in der Lage, kurzfristig auch hohen Minustemperaturen zu trotzen, da sie nur wenig Körperwärme verlieren. Bleibe zu hoffen, dass das Reinheimer Storchenpaar auch diesen Winter unbeschadet übersteht und sich Parkbesucher an den Störchen bei der Aufzucht ihrer Jungen, bei ihrer Nahrungsaufnahme und Gleitflügen im Sommer hoch oben über den Freiflächen im Park erfreuen können, wünschte sich der Storchen-Beobachter abschließend.

Der Gersheimer Hobby- und Naturfotograf Walter Veith ist auch Autor der Publikation „Es klappert im Europäischen Kulturpark“. Auf seiner Webseite https://photos-mit-pfiff.jimdo.com hat er eine eindrucksvolle Sammlung von Storchenfotos, aber auch anderen Tieren wie Mäusebussard, Rot- und Schwarzmilan, den kleinen Turmfalken, die Kanadagans, Teich- und Blesshuhn, Stockenten, dem Pirol, Misteldrossel und Goldammer in ihren natürlichen Lebensräumen veröffentlicht, wie er unserer Zeitung weiter erläutert.