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Niedergailbach
Sebastianustag in Niedergailbach an diesem Samstag

Die Sebastianus-Statue über der Kanzel der Pfarrkirche Bruder Klaus Niedergailbach.
Die Sebastianus-Statue über der Kanzel der Pfarrkirche Bruder Klaus Niedergailbach. FOTO: Otmar Gros
Niedergailbach. An diesem Samstag, 20. Januar, findet in Niedergailbach der Sebastianustag statt. Seit mehr als 200 Jahren verehren die Niedergailbacher den heiligen Sebastianus als Pestpatron und danken ihm für seine Hilfe in ihrer Not. Gleichzeitig soll mit seiner Verehrung an die schreckliche Pest im Jahre 1814 erinnert werden. Im damals 300 Einwohner zählenden Dorf Niedergailbach waren 43 Tote zu beklagen. In ihrer unermesslichen Not wandten sich die Menschen an den Heiligen Sebastianus und baten ihn um Hilfe. Von Wolfgang Degott

An diesem Samstag, 20. Januar, findet in Niedergailbach der Sebastianustag statt. Seit mehr als 200 Jahren verehren die Niedergailbacher den heiligen Sebastianus als Pestpatron und danken ihm für seine Hilfe in ihrer Not. Gleichzeitig soll mit seiner Verehrung an die schreckliche Pest im Jahre 1814 erinnert werden. Im damals 300 Einwohner zählenden Dorf Niedergailbach waren 43 Tote zu beklagen. In ihrer unermesslichen Not wandten sich die Menschen an den Heiligen Sebastianus und baten ihn um Hilfe.

Dabei legten sie das Gelübde ab, ihm alljährlich für seine Hilfe zu danken. Aus diesem Anlass findet um 17 Uhr in der Bruder-Klaus-Kirche ein Vorabendgottesdienst statt. Seit 1995 thront zudem der heilige Sebastian als Holzstatue über der Kanzel. Die 70 Zentimeter hohe aus feiner Zirbelkiefer gefertigte Figur ist keineswegs Standardware. Der damalige Pfarrer Otto Leidner erwarb bei seinem Südtirol-Aufenthalt spontan das von einem Südtiroler Holzschnitzer gefertigte Unikat. Finanziert wurde die Statue aus Spenden der Bevölkerung.