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Rubenheim
Rubenheimer trauern um Artur Theis

Artur Theis, Ehrenbürger der Gemeinde Gersheim, früherer Bürgermeister und Ortsvorsteher im Heimatort Rubenheim, starb im Alter von 89 Jahren.
Artur Theis, Ehrenbürger der Gemeinde Gersheim, früherer Bürgermeister und Ortsvorsteher im Heimatort Rubenheim, starb im Alter von 89 Jahren. FOTO: Wolfgang Degott
Rubenheim. Im Alter von 89 Jahren ist am Donnerstag Rubenheims früherer Bürgermeister und Ortsvorsteher Artur Theis gestorben. Er war 39 Jahre Jagdvorsteher von Rubenheim und drei Jahrzehnte in der Tarifkommission des Landesverbandes des Verkehrsgewerbes.

Auch gehörte er über drei Jahrzehnte zum Elferrat des Carneval-Clubs Über Jahrzehnte bestimmte er die Kommunalpolitik mit. 1964 wurde er in den Gemeinderat der Gemeinde Rubenheim gewählt und mit 35 Jahren zweitjüngster Bürgermeister des damaligen Landkreises St. Ingbert. Das Amt bekleidete er bis 1974. Danach war er bis 1989 Ortsvorsteher. Sowohl dem Ortsrat Rubenheim als auch dem Gemeinderat Gersheim gehörte er ununterbrochen von 1974 bis 1994 an. 1993 wurde Theis mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille ausgezeichnet, 2009 zum Ehrenbürger der Gemeinde Gersheim ernannt. Der Ausbau vieler Ortsstraßen, Bachverrohrung oder Ausbau der Ortsdurchfahrt sind mit seinem Namen verbunden. Nach schwierigen Grundstücksverhandlungen wurden auch Bauplätze erschlossen, Feldwege für die Landwirtschaft und Erholungssuchende ausgebaut. In einer großen Gemeinschaftsleistung wurden der Sportplatz und das Sportheim mit Gymnastikhalle errichtet, die Friedhofshalle umgebaut, ein modernes Feuerwehrgerätehaus entstand. Mit Materiallieferungen ermöglichte er den Bau zahlreicher Brunnen. Größtes Projekt war die Anlegung des Naherholungsgebietes Rohrental mit dem Weiher. Nicht zu vergessen sind die unternehmerischen Erfolge von Artur Theis. Das kleine, im Jahre 1949 gegründete Transportgeschäft, mauserte sich unter seiner Regie zu einem mittelständisches Unternehmen. Als Fußballer gelang ihm mit der Saarlandmeisterschaft beim SV Herbitzheim (1948) der größte sportliche Erfolg.

Nach Gründung des TuS Rubenheim war er dort zwölf Jahre Vorsitzender. Bei seinen runden und halbrunden Geburtstagen dachte er immer an die Benachteiligten unserer Gesellschaft. Zuletzt bei seinem 85. übergab er an den Blieskasteler Schutzengelverein einen Betrag von 4000 Euro. Statt persönlicher Geschenke hatte er um eine Spende gebeten. Fünf Jahren zuvor, als er gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Günter Chodorski feierte, waren es 10 000 Euro an die Deutsche Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG). Davor umgerechnet 7500 Euro an die gleiche Organisation. Theis war seit 1949 bis zu ihrem Tod im Jahre 2011 mit seiner Frau Maria verheiratet. Er hinterlässt fünf Töchter mit ihren Familien.

Die Beisetzung findet am Mittwoch, 21. November, mit dem Sterbeamt in der Kirche St. Mauritius Rubenheim um 14 Uhr und anschließender Beerdigung auf dem Friedhof statt.



(ott)