| 20:19 Uhr

Weinbsufreunde
Rebschnitt in den Reinheimer Weinbergen

 Winzermeister Ralf Steffen (Dritter von rechts) mit Reinheims Ortsvorsteher Jürgen Wack (Vierter von rechts) und mehreren Reinheimer Weinbaufreunden beim Rebschnitt.
Winzermeister Ralf Steffen (Dritter von rechts) mit Reinheims Ortsvorsteher Jürgen Wack (Vierter von rechts) und mehreren Reinheimer Weinbaufreunden beim Rebschnitt. FOTO: Wolfgang Degott
Reinheim. Die Reinheimer Rebanbauflächen vergrößert sich. Nachdem der Moselwinzer Ralf Steffen gemeinsam mit den Weinbaufreunden des Grenzdorfes Reinheim vor sechs Jahren auf rund 1900 Quadratmetern mit 900 Stöcken den ersten Wingert angelegt hatte, folgte vor Tagen in unmittelbarer Nähe eine zweite Anbaufläche.

Hochtechnisiert, mit Hilfe einer Rebsetzmaschine, ging das Pflanzen von weiteren 2450 Rebstöcken der Sorte Weißburgunder in zwölf Reihen auf einer Fläche von rund 5000 Quadratmetern vonstatten. Insgesamt sei dabei die Summe von rund 20 000 Euro investiert worden, in der Hoffnung, dass nach drei Jahren die beiden Flächen zwischen Gersheim und Reinheim rund 10 000 Flaschenfüllungen an Ertrag erzielen. Zuvor waren viele freiwillige Helfer dabei, den Rebschnitt vorzunehmen. Er ist wichtig, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Ertrag auch in diesem Jahr wieder in ähnliche Höhen steigen kann.

Steffen zeigte sich von der bisherigen Entwicklung seines Bliesgauhangs zufrieden. „Wir haben im letzten Jahr das volle Kontingent, rund 2500 Liter Blieslandwein der Sorte Sauvignon Blanc lesen können. Der 2018er ist richtig gut geworden und besitzt eine harmonische Säure, “ so der Weinbaumester aus Trittenheim. Gesundes Lesegut habe erstmal dazu geführt, dass „es sich richtig rentiert“ habe. Ausgestattet mit dem „Super-Öchsle“ Grad von 93 ist er jetzt in die Flasche gekommen und wird an vielen Stellen des Biosphärenreservates Bliesgau und darüber hinaus verkauft und angeboten.

Steffen kooperiert auch mit den weiteren Anbauflächen der Weinbaufreunde Bliesgau, so dass Reinheim auf insgesamt sechs Wingerte kommt. Der Winzer bewirtschaftet zuhause mit seiner Familie 14 Hektar Rebfläche in verschiedenen Einzellagen. Damit hat er einen der größten Privatbetriebe an der Mosel. Im Bliesgau zeugen viele Rebmauern, aber auch das bekannte Rebenhäuschen, davon, dass schon in früheren Zeiten der Traubensaft dort zuhause war.