| 20:12 Uhr

Gersheim
Gute Ergebnisse bei Picobello-Aufräum-Aktionen

 Im ehemaligen Schulhof präsentierte die Herbitzheimer Gruppe gemeinsam mit Ortsvorsteher Hans-Jürgen Domberg (Zweiter von rechts) und dem Jugendfeuerwehrbeauftragten Andreas Wesely (rechts) das Gesammelte bei der Picobello-Aktion in Herbitzheim.
Im ehemaligen Schulhof präsentierte die Herbitzheimer Gruppe gemeinsam mit Ortsvorsteher Hans-Jürgen Domberg (Zweiter von rechts) und dem Jugendfeuerwehrbeauftragten Andreas Wesely (rechts) das Gesammelte bei der Picobello-Aktion in Herbitzheim. FOTO: Wolfgang Degott
Gersheim. Mit knapp 30 Personen gehörten die Herbitzheimer wohl zu den größten Gruppen außer Kitas und Schulen, die in der Gemeinde Gersheim wieder bei der saarlandweiten Aufräumaktion Picobello unterwegs waren.

Ortsvorsteher Hans-Jürgen Domberg sprach von einem richtigen guten Ergebnis. Sowohl am Bliestal-Freizeitweg, an den Feldwegen in Richtung Rubenheim und Wolfersheim, dem Lachenweg nach Gersheim oder auch innerhalb der Ortslage war Groß und Klein, Jugendfeuerwehrangehörige, Ortsratsmitglieder und Privatpersonen Stunden unterwegs. Zudem hatten CDU-Ortsratskandidaten den Spiel- und den Dorfplatz von Weggeworfenem befreit und der Paraglider-Club sein Fluggelände sowie rechts und links der Landstraße in Richtung Gersheim unter die Lupe genommen. In Rubenheim waren 25 Personen, davon 15 Jugendfeuerwehrangehörige, in der Naherholungsanlage Rohrental, der Hauptstraße vom Steinbruch bis Ortsanfang, und im Ort zugange. Im Anschluss stärkten sich die Helfer am Feuerwehrgerätehaus bei den vom Bistro History spendierten Pizzen.

„Den Spielplatz haben wir immer dabei, weil wir auch das Jahr über oft Gäste dort sind“, sagte Erzieherin Heidi Gärtner nach Abschluss der Aktion der protestantischen Kindertagesstätte Regenbogen in Walsheim. Aber auch um und auf dem Sportplatz und am Ufer des Hetschenbaches vom Sportheim in Richtung Schwimmbad hielten die Drei- bis Sechsjährigen, ausgestattet mit Handschuhen und Zangen, Ausschau nach Weggeworfenem. Ortsvorsteher Michael Thomann ergänzte, dass außerhalb der Picobello-Aktion die Walsheimer Vereine „in hervorragender Eigenregie“ noch in diesem Jahr, wohl im Mai, wieder ihr traditionelles Vorhaben „Walsheim räumt auf“ durchführen werden. Gersheims Jugendfeuerwehrbeauftragter Marco Decker, der gemeinsam mit den Betreuern Eric Reichert und Bernhard Zäh die Aktion leitete, sprach von einer Kooperation mit der Gemeinschaftsschule, die mit Schülern vieler Klassen mitmachten.

Während die jungen Floriane die Landstraßenränder Richtung Walsheim und Reinheim säuberten, waren Schüler und Lehrer auf den Spielplätzen und auf dem Bliestal-Freizeitweg unterwegs. Ansonsten waren auch in allen übrigen Gersheimer Dörfern verschiedene Organisationen, Vereine, aber auch Privatpersonen auf der Strecke, setzten sich für saubere Umwelt ein. Durchweg sprachen alle von viel Glas, das aufgehoben werden musste. Dies sei erschreckend und deprimierend zugleich. Dazu bemerkte Gorges, dass von Glasflaschen und -scherben in den Sommermonaten auch erhebliche Gefahr ausgehe könne.



„Durch den Brennglaseffekt können Brände entstehen, die sich zu gefährlichen Flächenbränden ausweiten können“, so der Rubenheimer Jugendfeuerwehrbeauftragte. Mit zum „Standardmüll“ gehörten auch wieder Zigarettenstummel, Papier, Holz und Kronkorken. Exotische Funde waren beispielsweise ein noch geschmückter Christbaum in Herbitzheim, Leuchtstoffröhrenteile in Walsheim und Altölkanister in Rubenheim. Da die meisten immer wieder an denselben Stellen sammeln, war unisono zu hören, dass es erschreckend sei festzustellen, wie viel Müll, vor allem Flaschen, sich innerhalb eines Jahres ansammelt.

(ott)