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Rubenheim
Parade führt zum Gotteshaus

Die Josefstagfeier in Rubenheim wird traditionell mit einer Kirchenparade begonnen. In den letzten Jahren machten sich immer Delegationen des DRK, des Knappenvereins und der Wehr auf den Weg zur Kirche.
Die Josefstagfeier in Rubenheim wird traditionell mit einer Kirchenparade begonnen. In den letzten Jahren machten sich immer Delegationen des DRK, des Knappenvereins und der Wehr auf den Weg zur Kirche. FOTO: Wolfgang Degott
Rubenheim. Kirchengemeinden feiern am Samstag in Rubenheim gemeinsam den Josefstag. Von Wolfgang Degott

Am Samstag 24. März, feiern die Kirchengemeinden St. Mauritius Rubenheim und St. Barbara Herbitzheim den Josefstag in der Rubenheimer Kirche. Der Festgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt, wird vom DRK-Ortsverband Rubenheim, dem VdK-Ortsverband Rubenheim-Herbitzheim, der Feuerwehr Rubenheim, dem Knappenverein mitgefeiert. Festprediger ist Pater Hieronim Jopek, Pfarrer der Pfarrei Heiliger Franz von Assisi Blieskastel. Der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Jürgen Rabung sowie der Musikverein mit seinem Vorsitzenden Thomas Welsch gestalten ihn mit.

Die Vereine treffen sich um 9.40 Uhr am Vereinsheim des Knappenvereins in der Erfweilerstraße, um dann gemeinsam in einer Parade zum Gotteshaus zu ziehen. Gleichzeitig ist es auch noch ein Gedenkgottesdienst zum Tod von Monsignore Pfarrer Alois Gabriel. 32 Jahre wirkte er segensreich in den Gemeinden. In seine Amtszeit fielen der Bau der Herbitzheimer St. Barbara Kirche, die Renovierungen der St. Mauritius-Kirche Rubenheim und der St. Wendelinus-Kirche von Bliesdalheim sowie der Neubau der katholischen Kindertagesstätte Rubenheim. Bis zuletzt feierte er in den Kirchen rund um seinen Wohnort Habkirchen Heilige Messen.

Die Feier des Josefstags geht auf ein Gelöbnis vom 26. Februar des Kriegsjahres 1871 zurück und wurde dann in dem Jahr erstmals am 20. März begangen. Damals gelobten die Einwohner, dass der Namenstag des Heiligen wie ein gebotener Feiertag gehalten werden soll. Aus der Chronik ist zu entnehmen, dass die Jahre 1870/71 Jahre schwerer Heimsuchungen gewesen waren. Der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich und der Einziehung von Rubenheimern zu der Truppe, die Krankheiten Blattern bei den Menschen und Rinderpest bei den Tieren forderten in den umliegenden Dörfern nicht unbedeutende Opfer. Dass die Menschen aus Rubenheim und Herbitzheim, die zur Pfarrei St. Mauritius gehören, von deren Unbill und Verlusten auf dem Schlachtfeld weitgehend verschont blieben, veranlasste die Einwohner zu dem Beschluss, den Josefstag zu feiern. Vor Jahren wurde das Fest auf den auf St. Josef folgenden Samstag verlegt.