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Panzer legten Ort in Schutt und Asche

Ortsvorsteher Wolfgang Mann erinnert an die Panzerschlacht vor über 70 Jahren. Fotos: nob (4)
Ortsvorsteher Wolfgang Mann erinnert an die Panzerschlacht vor über 70 Jahren. Fotos: nob (4)
Utweiler. Direkt an der französischen Grenze gelegen, zählte Utweiler nie besonders viele Einwohner. Doch vor dem Zweiten Weltkrieg lebten hier noch über 120 Menschen - die ihr Geld überwiegend durch Landwirtschaft verdienten. nob

Das Grenzland hatte besonders durch die Ereignisse im Winter 1944/1945 stark zu leiden. Viele Dörfer - darunter auch Utweiler - waren nahezu völlig zerstört.

"Die traurige Geschichte der letzten Kriegsmonate ist in vielen Werken niedergeschrieben", erzählt Ortsvorsteher Wolfgang Mann. In der Gegend war damals die Panzer-Grenadier-Division "Götz von Berlichingen" eingesetzt. Diese - so lautete ihr Befehl - sollte unter allen Umständen die Gegner vom Reichsgebiet fernhalten. Die Folgen waren mehrere Panzerschlachten , die auf beiden Seiten zu zahlreichen Opfern führten. Kanonenkugeln und Trommelfeuer legten die Häuser in den Orten in Schutt und Asche. Nach Augenzeugenberichten waren nur noch Ruinen zu sehen. Für die Amerikaner entwickelten sich die Gefechte zu einer Katastrophe. Ihre Infanterie erlitt gegen die deutschen Panzer eine schwere Niederlage. Von mehr als 600 Männern sind über 400 getötet worden. Besonders gefährlich für die Angreifer seien die Minenfelder gewesen. Auch auf deutscher Seite wurden rund 200 Gefallene gezählt.

Doch der unermüdliche Einsatz der US-Division führte am Ende doch zur Einnahme von Utweiler , das als erste saarländische Gemeinde Mitte März 1945 von den Nazis befreit wurde

Heute erinnert im Ort eine Gedenktafel an die Ereignisse vor über 70 Jahren und an weitere markante Begebenheiten der über 700-jährigen Geschichte des Dorfes.