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Mittel zur Sanierung der Kneippanlage im Haushalt

 In keinem guten Zustand ist die Kneippanlage oberhalb der Gesamtschule in Gersheim. Foto: Sascha Berwanger
In keinem guten Zustand ist die Kneippanlage oberhalb der Gesamtschule in Gersheim. Foto: Sascha Berwanger FOTO: Sascha Berwanger
Gersheim. Leser Sascha Berwanger ärgert sich über den schlechten Zustand der Kneippanlage am Ende der Gersheimer Schulstraße. Die Verwaltung könnte bei Annahme des Haushalts noch 2015 mit Rückbau und Neuanlage beginnen. Joachim Schickert

Über den Zustand der Kneippanlage in Gersheim oberhalb der Gesamtschule am Ende der Schulstraße ärgert sich Sascha Berwanger aus Gersheim . "Einst eine Stätte der Ruhe, Erholung und Abkühlung, heute eine Stätte der Schande, des Ruins und des Zerfalls", wettert er. Einst ein Schmuckstück mit Besuchern aus dem gesamten Bliesgau und darüber hinaus, sei die Tretanlage heute "ein Bild des Drecks, des Ekels und der Verwahrlosung". Wie Sascha Berwanger unserer Zeitung mitteilt, habe er sich sowohl dem alten Ortsrat mit Ortsvorsteherin Waltraud Oberinger (CDU ) in den vergangenen Jahren als auch aktuell dem neuen Ortsvorsteher Steffen Lauer (SPD ) sowie dem ständigen Ortsratsmitglied Hans-Jörg Hunsicker (Die Linke ) angeboten, Leute aufzutreiben, die mithelfen, das Tretbecken Gersheim zumindest etwas ansehnlicher zu gestalten. Der Ortsrat oder die Gemeinde hätte hier lediglich etwas Farbe, Mörtel und eine Kiste Bier für die Helfer bezahlen müssen. Darüber hinaus habe er sich als Pate angeboten, der am Tretbecken nach dem Rechten sieht, zum Beispiel zur Beseitigung von Unrat. "Immer und von jedem bekam ich die Antwort: ,Die Gemeindearbeiter vom Bauhof werden sich schon darum kümmern'. Diese Antwort bekomme ich nun schon einige Jahre. Aber bis jetzt ist nichts passiert", so Berwanger.

Wie die Gemeindeverwaltung Gersheim auf Anfrage unserer Zeitung hierzu mitteilt, habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren versucht, mit geringem Mitteleinsatz kleinere Instandsetzungsmaßnahmen an der Tretanlage durchzuführen. So sei beispielsweise der Zulauf erneuert worden. Mit diesen geringen Arbeiten sei jedoch keine nachhaltige Verbesserung erzielt worden. "Der derzeitige Sanierungsbedarf ist uns bekannt, und wir haben im Haushalt 2015, der noch nicht vom Gemeinderat und vom Landesverwaltungsamt (Lava) genehmigt ist, Mittel zur grundlegenden Erneuerung der Anlage eingestellt. Wenn der Haushalt angenommen wird, können wir noch in diesem Kalenderjahr den Rückbau durchführen und eine neue Tretanlage anlegen", so die Verwaltung. Sollte keine Zustimmung erfolgen, könne es aufgrund der angespannten Haushaltssituation auch zu einer Stilllegung der Anlage kommen. Den Verschmutzungen werde dadurch entgegen gewirkt, dass der Baubetriebshof ein Mal in der Woche Reinigungsarbeiten durchführe.