| 22:40 Uhr

Gersheim
Clivot verwundert über die Kritik des Bürgermeisters

Gersheim. Der Bürgermeisterkandidat und Gersheimer SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende Michael Clivot zeigt sich über die Kritik von Bürgermeister Alexander Rubeck an der Vergabe der WLan-Gutscheine durch die EU sehr verwundert. ert

Wie berichtet, hatte Bürgermeister Alexander Rubeck (CDU) kritisiert, dass die Gemeinde Gersheim bei der Vergabe der Gutscheine in Höhe von 15 000 Euro für die Einrichtung von Hotspots nicht berücksichtigt worden sei. Man werde Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen. Wie die jetzige Auswahl zustande komme, bleibe wohl das Geheimnis der EU. Wie Clivot gestern erklärte, scheine der Bürgermeister offensichtlich die Ausschreibungsunterlagen nicht aufmerksam gelesen oder sich nicht über das Verfahren informiert zu haben. „Denn die Vergabe der Gutscheine erfolgte nach dem Windhundverfahren. Sprich: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Der Grund also, weshalb die Gemeinde Gersheim keinen Gutschein erhalten hat, ist kein Geheimnis der EU, sondern liegt schlicht und ergreifend darin begründet, dass die Gemeinde den Antrag zu spät gestellt hat beziehungsweise nicht schnell genug war. Denn der offizielle Antrag musste zu einem bestimmten Stichtag ab einer festgelegten Uhrzeit eingereicht werden“, so der SPD-Bürgermeisterkandidat. Wer also am schnellsten geklickt habe, sei zum Zuge gekommen.

„Sicherlich kann man sich über das Verfahren an sich streiten, aber man sollte wenigstens wissen, wie es funktioniert. Insbesondere der Satz ,Wie die jetzige Auswahl zustande kommt, bleibt wohl das Geheimnis der EU’ ist schon fast populistisch. Wie die EU die Mittel verteilt, ist eindeutig nachvollziehbar und transparent. Von daher ist mir auch völlig unklar, welcher ,Widerstand’ gegen die Entscheidung hier geleistet werden soll. Hier versucht der Bürgermeister auf Kosten der EU von eigenen Versäumnissen abzulenken“, so Clivot in einer Presseerklärung abschließend.